SV Mitterteich bereitet sich auf mögliche Relegation vor
Wo bitte geht's nach Raigering?

Auch wenn Andreas Lang und seine Jungs den direkten Klassenerhalt in der Landesliga Nordost noch packen können, ist der Trainer bereits auf den möglichen Umweg durch die Mühlen der Relegation vorbereitet. Bild: Eger
Sport
Mitterteich
16.05.2017
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Rein rechnerisch ist für den SV Mitterteich in der Landesliga Nordost der direkte Klassenerhalt noch drin. Da dafür aber gleich mehrere Faktoren zusammentreffen müssten, laufen die Planungen parallel schon für eventuelle Relegationsspiele. Die könnten die Stiftländer "ins Nirvana" führen.

Nach 33 Spieltagen rangiert der SV Mitterteich auf dem 15. Tabellenplatz (33 Punkte) - dem zweiten von insgesamt drei Relegationsplätzen. Vor dem letzten Heimspiel am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) gegen den ASV Veitsbronn-Siegelsdorf warnt Trainer Andreas Lang davor, den Blick schon zu weit voraus zu werfen. "Wir müssen zunächst unsere Hausaufgaben machen. Erst danach geht der Blick zum FC Vorwärts Röslau und zur SpVgg Bayreuth II. Denn wer sich zu viel mit der Zukunft beschäftigt, hat aufgehört zu arbeiten", gibt sich der Coach als Hobby-Psychologe.

Bayreuth I vorverlegt

Aber in der Tat müssten die beiden oberfränkischen Klubs ihren Beitrag zu einem direkten Mitterteicher Klassenverbleib leisten - einen Stiftländer Heimsieg stets vorausgesetzt. Röslau liegt drei Punkte vor dem SVM, müsste also beim FSV Erlangen-Bruck verlieren, weil die Stiftländer den direkten Vergleich für sich entschieden haben. Da es für den FSV noch um den Aufstiegs-Relegationsplatz geht, kein allzu unrealistisches Szenario. Und die Regionalliga-Reserve aus Bayreuth liegt einen Zähler vor dem SV und dürfte beim ATSV Erlangen so maximal einen Punkt holen - und genau da sieht Lang das größte Problem lauern. "Für das Bayreuther Regionalliga-Team geht es um nichts mehr. Sie haben zudem extra ihre Ligapartie gegen den FC Ingolstadt II auf Freitag vorverlegt, damit sie die 'Zweite' unterstützen und den Klassenerhalt eintüten können." Von daher sieht der SV-Trainer einen Heimsieg nach wie vor als erste Stellschraube an, die es zu drehen gilt, "aber wir müssen uns natürlich parallel auch schon mit einer möglichen Relegation auseinandersetzen". Und die könnte es in sich haben. Das genaue Prozedere steht noch nicht fest und die Partien werden auch erst Anfang nächster Woche ausgelost, wenn endgültig alle Teilnehmer feststehen.

Aber Lang gewährt einen ersten Einblick in die Details, die bereits durchgesickert sind. "15 Bezirksligisten und 13 Landesligisten werden in regionale Gruppen à vier Mannschaften eingeteilt. In jeder Gruppe sollen jeweils zwei Landesligisten auf zwei Bezirksligisten treffen, die ausspielen, wer eine Runde weiterkommt." Die Gruppen sollen nach derby- und fahrtechnischen Kriterien zusammengestellt sein. "Für uns kämen etwa die SpVgg Bayreuth II, ASV Pegnitz, Saas Bayreuth oder auch der SV Raigering oder der 1. FC Schwarzenfeld aus der Bezirksliga Oberpfalz Nord in Frage", hat Lang sich bereits mögliche Gegner zurechtgelegt. Allerdings verweist er darauf, dass sich die Auslosungen und Gruppeneinteilungen des Bayerischen Fußballverbandes schon mehrfach als "Wundertüten" erwiesen hätten. "Da kommt nicht immer dabei raus, was sich die Vereine im Vorfeld ausgemalt haben."

Vatertag ist Spieltag

Zumindest die Spieltermine sollen grob festgelegt sein. An Christi Himmelfahrt (25. Mai) die Hinspiele und am Samstag/Sonntag darauf bereits die Rückspiele. "Das ganze soll aber variabel gehalten werden. In Absprache der Teams, die gegeneinander spielen." Mit etwas Sorge blickt Lang abschließend auf mögliche Relegations-Gegner aus der Oberpfälzer Bezirksliga. "Ich bin in ganz Oberfranken zu Hause, da kenne ich mich auch aus, aber sollte es gegen Raigering oder Schwarzenfeld gehen - das ist für mich wie im Nirvana."

Aber das ist alles Zukunftsmusik. Vielleicht knallen ja schon am Samstag gegen 15.50 Uhr an der Marktredwitzer Straße in Mitterteich die Sektkorken und der Jubel kennt keine Grenzen mehr. Wenn der SV Mitterteich sein letztes Heimspiel gewinnt - und sowohl Röslau als auch Bayreuth II mitspielen.
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