SV Mitterteich mit erneuter Heimpleite
"Was haben wir verbrochen"

Die Vacher Timo Strohmer (am Ball) und Daniel Eich (Nummer 7) nehmen den Mitterteicher Daniel Hösl in die Zange. Auch SV-Spieler Matthias Männl (links) kann daran nichts ändern. Bild: Eger
Sport
Mitterteich
17.04.2017
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Gut 80 Minuten bestimmte der SV Mitterteich (15./26) am Ostermontag das Geschehen, ging aber erneut leer aus. Ein sicher verwandelter Handelfmeter reichte dem ASV Vach (8./46), um die Partie mit einem schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Sieg für sich zu entscheiden.

Durch diese Heimniederlage am Ostermontag, mittlerweile schon die zehnte, rutschte der SV Mitterteich wieder auf einen Relegationsplatz in der Landesliga Nordost ab.

"Was haben wir eigentlich verbrochen", versteht SV-Trainer Andreas Lang die Fußballwelt nicht mehr. "Die Niederlage passt in unserer momentanen Situation zum Spielverlauf. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie hat erneut viel investiert, ist aber nicht belohnt worden. Uns fehlt zur Zeit das nötige Glück, sprich der Lucky Punch."

Lediglich 80 Schlechtwetter resistente Zuschauer sahen eine mäßige erste Halbzeit an der Marktredwitzer Straße. Beide Teams überboten sich mit Fehlpässen, die logischerweise einen geordneten Spielaufbau und herrliche Ballstafetten verhinderten. Zwingende Torchancen aus dem Spielverlauf blieben hüben wie drüben Mangelware. Gefahr drohte lediglich nach Standardsituationen. Zunächst fischte Fabian Scharnagl einen Freistoß von Timo Strohmer aus dem Winkel auf der Gegenseite scheiterte Martin Bächer nach zwei Ecken mit seinen wuchtigen Kopfbällen. Glück hatten die Gäste nach einem Querschläger von Daniel Eich, der am Pfosten vorbeirauschte.

Nach dem Wechsel kam die Heimelf hoch motiviert aus der Kabine. Vehement drängte sich auf den Führungstreffer und schnürte die Mittelfranken förmlich in deren Hälfte ein. Den ersten Warnschuss gab Stefan Meisel aus 16 Metern ab, den Keeper Mathias Beck aus dem Winkel fischte. In der Folgezeit brannte es immer wieder lichterloh in der gegnerischen Abwehr. Aber irgendwie wollte das Leder nicht in Kasten, war ein Bein dazwischen oder Torwart Beck auf dem Posten. Die heimische Überlegenheit nahm in der 65. Minute zu, als Daniel Krapfenbauer die Gelb-Rote Karte sah. Ab diesem Zeitpunkt beschränkten sich die Gäste darauf, die Nullnummer über die Zeit zu retten. Ein von Richard Vidal Camejo verwandelter Handelfmeter stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Vorausging eine ungeschickte Abwehr von Matthias Männl, der beide Hände über dem Kopf hatte. Nur noch einmal tauchten die eher harmlosen Mittelfranken nach einem katastrophalen Fehlpass vor SV-Keeper Fabian Scharnagl auf, der aber die Nerven be- und sein Team im Spiel hielt.

Trotz größter Anstrengungen blieb den wacker kämpfenden Hausherren der hochverdiente Ausgleich versagt. Kopfschüttelnd quittierte SV-Coach Lang die bittere Niederlage. "Irgendwie glaube ich, dass sich zur Zeit alles gegen uns verschworen hat."

Irgendwie glaube ich, dass sich zur Zeit alles gegen uns verschworen hat.SVM-Trainer Andreas Lang
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