19.01.2018 - 18:50 Uhr
MitterteichOberpfalz

Dresdner Eislauf-Club in Mitterteich Schneekönigin residiert in Eishalle

Was passt wohl besser in eine Eishalle als die Mär von der Schneekönigin von Hans Christian Andersen? Am Freitag glänzte damit der DEC in Mitterteich.

von Norbert Grüner Kontakt Profil

Der Teufel höchstpersönlich hat den Spiegel erschaffen, welcher alles Schöne und Gute verzerrt und hässlich erscheinen lässt. Eine schöne Landschaft zum Beispiel, die darin aussieht wie gekochter Spinat oder ein hübsches Gesicht, das zur Fratze entstellt wird. Alles Böse hingegen erscheint darin gut. Der Spiegel fällt dem Teufel aus den Händen und zerspringt in viele tausend Splitter, die sich über die ganze Welt verteilen. Trifft so ein Splitter das Herz eines Menschen, wird es kalt wie Eis.

Ein fast tödlicher Kuss

Für die Nachbarskinder Kai und Gerda gibt es im Sommer nichts Schöneres, als unter einem Rosenbusch zu spielen und zu träumen. Dann wird Kai von mehreren Splittern des Zauberspiegels getroffen. Einer trifft sein Herz, ein anderer sein Auge, und von nun an findet er alles Schöne nur noch hässlich. Als er im Winter seinen Schlitten an die vorbeifahrende Kutsche der Schneekönigin anhängt, wird er von ihr entführt. Die Kälte ihres Kusses tötet ihn beinahe, aber das spürt er nicht. Er verfällt ihrer kalten Schönheit und lebt in ihrem eisigen Palast. Im Frühling beschließt Gerda, ihn zu suchen. Dabei helfen ihr eine gute Zauberfee, eine alte Frau, die in einem Häuschen inmitten prächtiger Sommerblumen wohnt, ein Prinz und eine Prinzessin, die ihr eine goldene Kutsche mit Bediensteten zur Verfügung stellen, eine Räubertochter, die ihr ein Rentier schenkt und viele mehr. Schließlich findet Gerda das Schloss der Schneekönigin, das nichts als eine Ansammlung leerer kalter Säle aus Eis ist. Sie findet Kai - und natürlich wird alles gut.

Mit diesem Eismärchen gastierte am Freitag zum neunten Mal der Dresdner Eislauf-Club (DEC) in Mitterteich. Wie immer gab es drei Vorstellungen. Zwei am Vormittag für die Kinder von Kindergärten und Schulen und eine am Nachmittag, die auch viele Erwachsene besuchten. Im Nu waren die etwa 2000 Tickets wieder ausverkauft. Eigentlich kein Wunder, denn Qualität spricht sich schnell herum, und die Truppe aus Sachsen hat sich längst in die Herzen der Stiftländer Eislauffans gespielt.

Besonderes zum Jubiläum?

Die Aufschrift auf den großen Kisten verriet sofort, wo Scheinwerfer- und Soundanlage herkommen, mit denen die Techniker die Eishalle in ein Theater verwandelten. Kein geringeres Haus als die Dresdner Semperoper stattet seit Jahren den Eislauf-Club für seine Aufführungen damit aus. Es war einmal mehr ein Augen- und Ohrenschmaus, der nicht nur die kleinen Zuschauer begeisterte. Ob sich der Club für das zehnjährige Jubiläum in Mitterteich etwas ganz Besonderes einfallen lassen wird? Man darf gespannt sein.

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