13.08.2017 - 20:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Freude über neue Anlage in Pleußen Treffpunkt für alle Generationen

Rechtzeitig zum Festakt hatte sich das Regenwetter für eine Weile verzogen: Im Beisein zahlreicher Bürger erhielt der neu gestaltete Generationentreff im Baugebiet "Vordere Griesäcker" am Samstagnachmittag den kirchlichen Segen.

Den Kindern war es vorbehalten, den neuen Generationentreff mit dem symbolischen Durchschneiden eines Bandes offiziell freizugeben. Mit dabei waren neben den Anliegern auch Bürgermeister Roland Grillmeier (Dritter von links), mehrere Stadträte aller Fraktionen und Vereinsvertreter. Bilder: jr (3)
von Josef RosnerProfil

Pleußen. Bürgermeister Roland Grillmeier machte deutlich, dass sich die Pleußener Bürger diesen generationenübergreifenden Treffpunkt mit Spielplatz und Häuschen als Aufenthaltsbereich gewünscht hätten. Rund 100 000 Euro hat die Anlage gekostet, wobei das Amt für Ländliche Entwicklung einen Fördersatz von 60 bis zu 80 Prozent gewähren wird. Ein Kreis von Anwohnern und weiteren Bürgern um Wolfgang Haberkorn hat sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre mit über 400 ehrenamtlichen Arbeitsstunden in das Projekt eingebracht, wofür Bürgermeister Roland Grillmeier ganz besonders dankte.

"Vor fünf Jahren haben wir den neu gestalteten Dorfmittelpunkt im oberen Dorf eröffnet und eingeweiht", erinnerte der Bürgermeister eingangs. Was möglich sei, wenn engagierte Bürger, die Kommune und Ämter an einem Strang ziehen, habe sich jetzt erneut gezeigt. "Viele haben mit angepackt und mitgearbeitet, dafür danke ich ihnen", sagte Grillmeier. Er würdigte auch Rita Scherm von der Stadtverwaltung, die sich federführend um das Projekt gekümmert habe. "Und nicht zuletzt kommen vier Stadträte aus Pleußen, die entscheidend mit angeschoben haben", so Grillmeier.

Rege Bautätigkeit

Erneut stellte Grillmeier die Lebensqualität auf dem Dorf im Allgemeinen heraus. "Da lässt es sich gut leben, abseits der großen Ballungszentren." Erfreulich nannte er die Tatsache, dass Pleußen der demografischen Entwicklung trotze. "Hier sind die Einwohnerzahlen stabil, auch dank der regen Bautätigkeit." Grillmeier erinnerte an die Entscheidung des Stadtrats, weitere 20 Bauparzellen im Bereich "Griesäcker" auszuweisen (wir berichteten). Für ein Viertel der Plätze seien schon Anfragen eingegangen.

Dank des neu gestärkten Gemeinschaftsgefühls der Pleußener sei das Miteinander noch besser geworden. So sei es möglich, dass die Anlage eigenverantwortlich von den Anwohnern gepflegt werde. "Das geht auf einem Dorf besser als in städtischen Gebieten", sagte Grillmeier.

"Pleußen hat Zukunft"

Der neue Treffpunkt bilde aber noch nicht das Ende der Bemühungen, die Dörfer Pleußen und Steinmühle fit für die Zukunft zu machen. Der Bürgermeister verwies auf den künftigen Multifunktionsplatz des SV Steinmühle und das Vorhaben, das Sportheim behindertengerecht auszubauen. Ein weiteres Ziel sei es, ältere Wohnhäuser mit Mitteln aus der Dorferneuerung zu sanieren und auf Vordermann zu bringen. "Pleußen hat Zukunft!", betonte Grillmeier und dankte allen aktiven Bürgern.

Pfarrer Boleslaw Lasocki, derzeit als Urlaubsvertreter in der Pfarrei St. Jakob in Mitterteich tätig, segnete den Generationentreff und wünschte den Kindern und den Nutzern der Anlage allzeit eine schöne Zeit. Leitender Baudirektor Willi Perzl vom Amt für Ländliche Entwicklung war nicht vor Ort, ließ aber ein Grußwort verlesen. Sein Wunsch sei, dass der neu gestaltete Platz ein Treffpunkt aller Generationen wird und die Bürger weiter eng zusammenarbeiten. Pleußen sei ein Beispiel dafür, wie ein Projekt im Rahmen der Dorferneuerung gelingen kann.

Im Namen des Architekturbüros Gerhard Plaß (Thiersheim) gratulierte Hilbert Blumenthaler, der vor allem das ehrenamtliche Engagement und das Miteinander der Bürger herausstellte. Bemerkbar gemacht habe sich dies vor allem beim Bau des Häuschens und bei der Bepflanzung der Anlage. Blumenthaler wünschte sich, dass der Generationentreff von Kindern und älteren Bürgern gleichsam angenommen wird.

Zusammenhalt gestärkt

Wolfgang Haberkorn gab einen kurzen Rückblick auf die zweijährige Planungs- und Bauphase. So wurden unter anderem über 200 Tonnen Schotter auf das Gelände eingebaut. Gearbeitet haben die Anlieger an insgesamt 35 Tagen, rund 20 Bürger hätten mit angepackt. Haberkorn versicherte, dass die große Freude über die Anlage und die gemeinsamen Arbeitseinsätze den Zusammenhalt im Baugebiet gestärkt hätten. "Durch die aktive Gemeinschaft haben alle Bürger gewonnen." Friedrich Bergmann von der örtlichen Siedlergemeinschaft gab die Zusage, dass sein Verein ein Spielgerät nach Wunsch für die Kinder finanzieren wird.

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