13.09.2017 - 19:36 Uhr
MitterteichOberpfalz

Josef Fick geht nach 24 Jahren bei den Stiftlandwerkstätten in Rente Das Ende einer Ära

Nach mehr als 24 Dienstjahren als Leiter der Stiftland-Werkstätten St. Elisabeth geht Werkstattleiter Josef Fick in den Ruhestand. Am Freitag wird er bei einer Feierstunde verabschiedet. Begonnen hat der Mitterteicher seinen Dienst am 1. September 1993, enden wird er offiziell am 30. September 2017.

Josef Fick fällt der Abschied nicht leicht, er freut sich aber auch auf seinen Ruhestand. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Mit Josef Fick geht der Mann der ersten Stunde, der sich um die Werkstätten ungemein verdient gemacht hat. An zahlreichen Baumaßnahmen hat er tatkräftig mitgewirkt. Seine Mitarbeiter, mit und ohne Behinderung, sind ihm ans Herz gewachsen, daraus macht er keinen Hehl. Gerne erinnert er sich an die Anfänge und lobt seinen Arbeitgeber, die Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg. Unter 30 Bewerbern war Josef Fick für die Aufgabe, eine neue Einrichtung aufzubauen, ausgewählt worden. Zuvor arbeitete er 17 Jahre als Diplom-Ingenieur bei der Firma Schott. Die Stiftland-Werkstätten waren für ihn völliges Neuland. Angelernt wurde Fick in einer KJF-Einrichtung in Straubing.

"Begonnen haben wir mit 12 Mitarbeitern und 40 behinderten Kollegen", erinnert er sich noch gut an die erste Zeit. Heute sind es 275 Mitarbeiter, darunter 210 Mitarbeiter mit Handicap. "Ich glaube sagen zu können, ich bin mit der Aufgabe gewachsen", sagt Fick. Er freut sich, dass er vielen Menschen mit Handicap eine Aufgabe und Arbeit geben konnte. "Und sie haben eine qualitativ gute Arbeit abgeliefert und so ihren Beitrag in der Wirtschaft geleistet."

Von Anfang an begleitet hat ihn Prälat Dr. Josef Schweiger, der frühere Chef der Katholischen Jugendfürsorge in der Diözese. Mit ihm ist Fick auch nach dessen Pensionierung, noch regelmäßig in Kontakt. "Wir haben über zwei Jahrzehnte erfolgreich zusammengearbeitet, er war immer mein erster Ansprechpartner."

Der angehende Ruheständler blickt dankbar auf ein erfülltes Arbeitsleben zurück: "Es war eine schöne und eine erfolgreiche Zeit. Die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung war eine ganz neue Erfahrung, die ich nicht missen möchte." Gleichzeitig räumt Fick aber ein, mit fortschreitenden Alter nicht mehr so belastbar und kommunikationsfähig zu sein. "Das Alter hinterlässt halt seine Spuren", lächelt er. Besonders freut er sich, dass er die Erweiterung der Förderstätte noch in die Wege leiten konnte.

Zum 1. Oktober wechselt er offiziell in den Ruhestand. Die letzten Wochen hat er noch Resturlaub. In seinem Rentnerdasein will er mehr um seine Familie kümmern. So verrät er, dass er demnächst Opa wird, worauf er sich schon sehr freut. Und dann sind da noch der Garten und die Blasmusik. Mit seiner Tuba war er einst Stütze der Klosterstädter Blasmusik. Seit einigen Jahren spielt er bei der Stadtkapelle Mitterteich und den Kornmühlbachtaler Musikanten mit. Und er will künftig noch mehr gemeinsame Unternehmungen mit seiner Frau Monika unternehmen, so auch mal Kurzreisen. Freuen dürfen sich auch seine Kinder Thomas, Alexander und Christina, für sie hat er jetzt mehr Zeit.

Am Freitag, 15. September, findet ab 12.30 Uhr in den Werkstätten St. Elisabeth die offizielle Verabschiedung statt. Angekündigt haben sich dazu auch Prälat Dr. Josef Schweiger, Michael Eibl (Direktor der KJF-Werkstätten) und Hans Horn (Geschäftsführer KJF-Werkstätten).

Der neue Mann an der Spitze

Ein neuer Leiter für die Stiftland-Werkstätten St. Elisabeth in Mitterteich ist bereits gefunden. Zum 1. Oktober tritt der 59-jährige Dr. Alfred Kick die Nachfolge von Josef Fick als Einrichtungsleiter an. Geboren in Regenstauf lebt und wohnt Kick in Lappersdorf bei Regensburg.

Bisher arbeitete er in der Geschäftsstelle der KJF-Werkstätten in Regensburg und war dort für die berufliche Bildung zuständig. Dr. Kick wird am Freitagnachmittag im Rahmen der Verabschiedung seines Vorgängers Josef Fick offiziell in sein neues Amt eingeführt. Er will auf der Arbeit seines Vorgängers aufbauen und dessen erfolgreiche Arbeit fortsetzen. (jr)

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