Jubiläumsbroschüre zum Seniorenfasching
Höhepunkte aus 40 Jahren

Sie freuen sich auf den 40. Mitterteicher Seniorenfasching, wofür die Stadt eine Jubiläumsbroschüre anfertigen ließ: (von links) Bürgermeister Roland Grillmeier, Gaudiwurm-Vorsitzender Michael Zintl, Veronika Halbauer, Manuela Lang, Herma Laumer, Martina Rüth und Otto Weiß. Bild: jr
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Mitterteich
19.01.2018
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Legendär die beiden Stoodratschn Herma Laumer (links) und Erika Waidhas, beide nahmen fünf Jahre lang das Geschehen der Stadt auf die Schippe.

Pünktlich um 14 Uhr wird Willi Schneider am Sonntag, 21. Januar, mit seinem Pfeiferl den 40. Mitterteicher Seniorenfasching eröffnen. Einen Blick zurück auf die Höhepunkt der vergangenen Jahrzehnte ermöglicht eine Jubiläumsbroschüre.

500 Exemplare ließ die Stadt von dem zwölfseitigen Heftchen anfertigen, das Martina Rüth und Manuela Lang federführend gestaltet haben. Am Sonntagnachmittag wird die Broschüre kostenlos an die Besucher verteilt.

Die Anfänge der beliebten Veranstaltung gehen ins Jahr 1977 zurück. Am 11. November dieses Jahres fand der Faschingsauftakt erstmals im kleinen Saal des Josefsheims statt. An diesem Abend wurde auch die langjährige Symbolfigur des Mitterteicher Faschings, der "Fosnatnigl", geboren. Herma Laumer verkörperte diese legendäre, vielfach auch gefürchtete Figur bis ins Jahr 2001. 25 Jahre lang las der "Fostnatnigl" den Stadt-Oberen die Leviten.

Auftakt im Bärensaal

1978 ging der Faschingsauftakt bereits im großen Saal des Josefsheims über die Bühne. Durch den grandiosen Erfolg, wie es in der Chronik heißt, sei der damalige Bürgermeister Karl Haberkorn auf die Idee gekommen, einen Seniorennachmittag zu veranstalten. Gesagt getan, der erste Seniorennachmittag stieg am 11. Februar 1979 im Bärensaal. Gleich die Erstauflage wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Jahr für Jahr kamen mehr Besucher.

Seit 1986 finden die Seniorennachmittage in der Mehrzweckhalle statt, wo die Zuschauer ausreichend Platz finden und auch die Akteure genug Freiraum für ihre Auftritte haben. Die Programmgestaltung liegt seit Beginn bei der Faschingsvereinigung, unterstützt vom TuS Mitterteich und bis vor einigen Jahren vom ATS Mitterteich. In die Rolle des ATS ist dann der Mitterteicher Gaudiwurm geschlüpft. Für viele Kinder, Jugendliche und junge Damen dieser Vereine ist der Auftritt vor dem großen Publikum beim Seniorenfasching der Höhepunkt in der närrischen Saison.

Motoren des Seniorenfaschings waren von Anfang an Willi Schneider, Otto Weiß, Herma Laumer und Veronika Halbauer. Schneider führt seit 1982 als Vorsitzender die Faschingsvereinigung. Krankheitsbedingt hat er sein Engagement aber zurückschrauben müssen. "Ich bin heute nur noch beratend dabei und führe das Archiv", so Schneider. Seine Markenzeichen sind aber unverändert das Pfeiferl und der Ruf "Mitterteich Helau". Herma Laumer bildete nach ihrer 25-jährigen "Karriere" als "Fostnatnigl" mit Erika Waidhas das Duo "Stoodratschn". Jahrelang nahmen sie das Geschehen in der Stadt auf die Schippe. Nach wie vor engagiert sich Herma Laumer als Trainerin der TuS-Nachwuchstanzgruppen.

Otto Weiß führte jahrzehntelang als Moderator durch die Nachmittage, heute genießt er das Faschingsgeschehen als Beobachter. Ihm lag es immer am Herzen, die Senioren an diesen ganz besonderen Nachmittagen aus ihrem Alltag herauszureißen und ihnen ein paar unbeschwerte und fröhliche Stunden zu bereiten, wie er betont.

Vorfreude unverändert

Inzwischen stemmt die jüngere Generation einen Großteil der Arbeiten rund um den Seniorenfasching, aber die Vorfreude der "Urgesteine" auf die Veranstaltung ist unverändert groß. "Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, wenn wir die voll besetzte Halle sehen und die Leute lachen", erklären sie übereinstimmend.
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