LBV hat Langschnabel beobachtet
AWO-Storch ein "Spiegelfechter"

Regelmäßig klopft seit einigen Tagen ein junger Weißstorch bei der Arbeiterwohlfahrt mit dem Schnabel an die Bürofenster. Möglicherweise sieht er im Spiegelbild einen Rivalen. (Foto: exb)
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Mitterteich
18.05.2017
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Es bleibt unklar, woher der Storch, der den Mitarbeitern der Arbeiterwohlfahrt auf die Pelle rückte, kommt. Der Landesbund für Vogelschutz hat mittlerweile ausgeschlossen, dass es sich dabei um den "Apotheken-Storch" von Herzogenaurach handelt. Auch die beiden anderen Langschnäbel, die bei der Auswilderung mit in die Freiheit entlassen worden sind, scheiden aus.

Der LBV war mittlerweile mit einem Mitarbeiter in Mitterteich und hat festgestellt: "Bei besagtem Storch ist kein Ring zu erkennen; üblicherweise werden Störche am "Oberschenkel" mit einem schwarzen Kunststoffring beringt. Das Tier ist somit auch nicht zu identifizieren", so Diplom-Forstingenieur Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz.

Er geht davon aus, dass es sich um einen "Spiegelfechter" handelt. "Bauer: "Das Verhalten gibt es gelegentlich bei Störchen, aber auch bei Bachstelzen oder Rotkehlchen. Die Tiere sehen in ihrem Spiegelbild einen Rivalen, den sie vertreiben möchten; das kann mitunter auch zu Verletzungen am Tier führen." Er rät den Mitarbeitern der Arbeiterwohlfahrt, auch tagsüber die Rollos herunterzulassen oder die Fenster mit einem Tuch einige Tage von außen abzuhängen.
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