08.02.2017 - 20:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Naturfreundehaus ohne Mängel

Dank der Übernachtungen im renovierten Naturfreundehaus konnten die Mitterteicher Naturfreunde auch 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben. Allerdings ist die Zahl der Gäste nach mehrmaligen jährlichen Steigerungen wieder deutlich zurückgegangen.

Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft bei den Naturfreunden wurde Angela Baier ausgezeichnet. Vorsitzender Tobias Markovsky (hinten rechts) würdigte dabei ihr "überragendes und unermüdliches Engagement". 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier gratulierte. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Vorsitzender Tobias Markovsky bedankte sich bei der Jahresversammlung für die gute Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern, wobei er vor allem Angela Baier hervorhob, die mit Reinhold Scheuch und Siegfried Bretschneider das Naturfreundehaus in Schuss halte. Angela Baier zeichnete der Vorsitzende auch für ihre 40-jährige Mitgliedschaft aus. Dabei dankte er für ihr "überragendes und unermüdliches Engagement". Andere zu ehrende Mitglieder hatten sich entschuldigt.

Das Jahr 2016 stand laut Markovsky ganz im Zeichen der Renovierung des Naturfreundehauses. Neben der Dacherneuerung als wichtigste Maßnahme wurden Gästezimmer und Gaststube geweißt sowie Bäder und Sitzbezüge erneuert. Zudem wurden die Zimmer hinsichtlich des Brandschutzes renoviert. "Da sich die Übernachtungen zu unserer Haupteinnahmequelle entwickelt haben, sehen wir uns durch diese Investition gerüstet für die Zukunft", betonte Tobias Markovsky und dankte auch für Spenden vonseiten des Landkreises und der Stadt. Im Rückblick erinnerte der Vorsitzende auch an die zahlreichen Veranstaltungen, darunter Feiern zur Sommer- und Wintersonnenwende, naturkundliche Vorträge von Siegfried Bretschneider und diverse Wanderungen. Vertreten war der Verein auch bei Aktionen anderer Ortsgruppen. Regelmäßige Grillabende und der Besuch von Festen hätten die Gemeinschaft gefördert.

54 Mitglieder

Große Resonanz habe wieder ein Bauernhof-Besuch im Rahmen des Ferienprogramms gefunden. Hervorragend angenommen werden laut Markovsky die im Naturfreundehaus allmonatlich stattfindenden Treffen des Singkreises "Vetter Hannes". Geplant sind für heuer wieder Sonnwendfeiern, ein Familienfrühstück und Wanderungen. Die Zahl der Mitglieder wäre eigentlich gesunken, aber sie blieb durch den spontanen Beitritt des 2. Bürgermeisters Stefan Grillmeier bei der Jahresversammlung konstant bei 54 Personen.

Angela Baier berichtete, dass der Wirtschaftsbetrieb mit Hüttendienst wegen der wenigen Aktiven nicht mehr aufrechtzuerhalten sei. Daher müsse Geld aus den Übernachtungen hier mitverwendet werden. Einsparungen machten sich bei Strom- und Heizkosten bemerkbar, wohl auch durch das neue Dach. Ein großer Teil der Rücklagen sei für die Renovierung des Hauses aufgewendet worden. Einige Einnahmen habe man auch wieder durch Feste, Frühstücksaktionen und die "Vetter Hannes"-Treffen verzeichnen können. Reinhold Scheuch betonte, dass die Übernachtungen weiter die Haupteinnahmequelle der Naturfreunde seien. 2016 sei deren Zahl aber auf 287 gesunken - nach 440 im Jahr 2015 und 402 im Jahr 2014. "Kindergruppen bleiben weg, weil sie kein Geld mehr haben", bemerkte Scheuch dazu. Immerhin gebe es schon wieder reichlich Vorbuchungen. So hätten sich viele Gäste aus Sachsen und Tschechien angemeldet, darunter zahlreiche Familien.

"Schande für Naturschutz"

Geschätzt würden von den Gästen die günstigen Preise und die Sauberkeit des Hauses. Eine Prüfung durch das Gesundheitsamt habe keinerlei Mängel ergeben. Einen Dank richtete Reinhold Scheuch an Angela Baier, die sich um die Reinigungsarbeiten kümmert. Naturkunde- und Wanderwart Siegfried Brettschneider gab einen Überblick über seine Beobachtungen und übte zum wiederholten Mal scharfe Kritik, dass eine Steinbrucherweiterung am dreifach geschützten Teichelberg nach wie vor nicht vom Tisch ist. "Eine Schande für den bayerischen Naturschutz!", so Bretschneider. Bei der Pflege der Außenanlagen habe sich wieder Reiner Happich fleißig mit eingebracht.

In seinem Umweltschutz-Bericht informierte Erich Tilp, dass in Sachen Atommülllager alles in geregelten Bahnen laufe. Man werde weiter wachsam bleiben. Am Ende kam noch die Anregung aus dem Kreis der Mitglieder, im Sommer den Biergarten zu bewirtschaften. 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier dankte für das Engagement der Naturfreunde in den Bereichen Umweltschutz sowie die Organisation von Veranstaltungen. Weiter würdigte Grillmeier den gepflegten Zustand des Naturfreundehauses und der Außenanlagen.

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