Neugestaltung des Stadtparks in Mitterteich
Element Wasser noch besser nützen

Im Stadtpark gaben die beauftragten Planer einen groben Überblick über ihre Überlegungen für die Zukunft der Anlage. Im Bild (von links) Diplom-Ingenieur Christoph Tauscher, Landschaftsarchitektin Ingrid Ziesel, Städteplanerin Annegret Michler, Bauamtsleiter Thomas Grillmeier und Bürgermeister Roland Grillmeier. Bild: jr
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Mitterteich
05.07.2017
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Das Element Wasser soll im Stadtpark verbessert werden, wünschen sich die Planer und die Stadt Mitterteich. Beim Besuch am Montagnachmittag im Stadtpark tummelten sich diese beiden Kinder im Wasserbereich, diesen erlebbarer zu machen, ist ein großes Ziel bei der Neugestaltung.

Attraktiver und besser nutzbar soll der Mitterteicher Stadtpark "Wiendlwiese" werden. Ein erstes grobes Konzept mit vier möglichen Varianten liegt nun vor.

(jr) "Unser Stadtpark ist für die Öffentlichkeit da, sie soll ihn besser nutzen können", formulierte Bürgermeister Roland Grillmeier das zentrale Ziel für die Zukunftsgestaltung. Bei einem Termin im Rathaus legten Städteplanerin Annegret Michler, Landschaftsarchitektin Sigrid Ziesel und Diplom-Ingenieur Christoph Tauscher die Ergebnisse ihrer bisherigen Planungsarbeit vor. Bürgermeister Roland Grillmeier machte aber deutlich, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen seien. Vielmehr sollen die Bürger bei einem Öffentlichkeitstag am Donnerstag, 27. Juli, von 16 bis 18 Uhr die Gelegenheit haben, die Pläne näher kennenzulernen und weitere Impulse zu geben. Jeder Interessierte ist dazu eingeladen.

Seit etwa einem Jahr laufen die Planungen für eine Neugestaltung des Parks. Dabei wurden auch sämtliche Anlieger informiert und befragt. Die Planer haben vier mögliche Varianten erarbeitet, die dem Stadtrat am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt wurden. "Der Stadtpark hat eine hohe Qualität und ist die grüne Oase der Stadt", sagte Diplom-Ingenieur Christoph Tauscher. Problematisch seien aber die Zugänge. Unbedingt erhalten werden sollte der junge Baumbestand, erlebbarer werden solle der Seibertsbach. Sigrid Ziesel ergänzte, dass man diese Punkte in die verschiedenen Varianten eingearbeitet habe. "Wir wollen der Bevölkerung die Möglichkeiten aufzeigen, die eine Chance haben, verwirklicht zu werden." Annegret Michler wusste aus Gesprächen mit den Anwohnern, dass diese die Ruhe des Stadtparks schätzten.

Auf Nachfrage zu einer möglichen Bebauung sagte die Stadtplanerin, dass dafür aktuell kein Bedarf bestehe. Vielmehr sei es ein Ziel, mit der Neugestaltung des Stadtparks das Wohnumfeld qualitativ zu verbessern. "Große Lastwagen werden mit Sicherheit nicht dort verkehren", stellte Annegret Michler klar. In der rund 6000 Quadratmeter großen Anlage soll nicht zuletzt das Element Wasser besser herausgestellt werden. Weiter hoffen die Verantwortlichen, dass brachliegende Wohneinheiten rund um die Wehrgasse künftig noch besser in Szene gesetzt werden können. Natürlich setzt die Stadt bei der Neugestaltung auf kräftige Unterstützung durch die Regierung der Oberpfalz. Einigkeit herrscht darüber, dass der Stadtpark nur dann aufgewertet werden könne, wenn Fördermittel fließen. Nach der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen Abstimmungsgespräche mit der Regierung und den zuständigen Behörden folgen. Erst dann soll endgültig über die Zukunft des Stadtparks entschieden werden. Die Planungsphase soll spätestens 2018 abgeschlossen sein, ein Jahr später könnten die Bauarbeiten beginnen.

Beratung in nichtöffentlicher SitzungDie Beratung über die von den Planern vorgelegten Stadtpark-Varianten im Stadtrat ging am Montag in nichtöffentlicher Sitzung über die Bühne. Ernst Bayer (Freie Wähler) hatte zu Beginn der Sitzung vergeblich dafür plädiert, den Punkt in den öffentlichen Teil vorzuverlegen. "Das Thema bewegt die Leute mehr als die Zoigl-Skulpturen", so Bayer. Bürgermeister Roland Grillmeier entgegnete, dass es bei den ersten Beratungen über die verschiedenen Varianten auch um die Anwesen von Privatleuten und deren Anliegen gehe. Daher sei entschieden worden, das Ganze zunächst nichtöffentlich zu behandeln. Es werde aber noch mehrere Gelegenheiten für die Bürger geben, sich zu informieren und Ideen einzubringen. (lnz)
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