Pfadfinder im Land der Fjorde

Es blies ein kräftiger Wind, als sich die Mitterteicher Rover mit ihren Leiterinnen Petra Landstorfer (Zweite von rechts) und Stammesführerin Steffi Helgert (hinten, Vierte von links) auf der Felsformation Preikestolen für ein Erinnerungsfoto aufreihten. Bild: exb
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Mitterteich
07.09.2017
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Auf große Fahrt ging der Fichtelbezirk der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg: Ziel war heuer Norwegen, das Land der Fjorde.

56 junge Leute im Alter von 13 bis 25 Jahren machten mit dem Bus eine erlebnisreiche Rundreise durch den südlichen Teil des Landes. Begleitet wurden sie von einem eigenen Service-Team, das für Zelttransport, Aufbauten und Verpflegung sorgte. Vorbereitet hat diese zehntägige Fahrt die Leiterrunde des Fichtelbezirks. Dazu gehören die Stämme aus Tirschenreuth, Mitterteich, Kulmain, Speichersdorf und Marktredwitz. Von jedem Stamm waren Mitglieder vertreten.

Damit die Verpflegung unterwegs problemlos ablaufen würde, hatte das Service-Team unter der Leitung von Rover Matthias Landstorfer schon drei Gerichte vorgekocht und eingedost, wie es vorher von den Teilnehmern gewünscht wurde. Auch an die Vegetarier wurde gedacht. In einem Pkw-Anhänger, der von den Mitterteichern eigens angeschafft wurde, war alles für die notwendige Versorgung untergebracht. Die große Fahrt konnte beginnen.

Wanderung zum Gletscher

Nach der Überfahrt von Hirtshals (Dänemark) nach Kristiansand (Norwegen) wurde in Hornnes das erste Lager aufgeschlagen: 15 Fünf-Mann-Zelte, ein Aufenthaltszelt und ein Küchenzelt. Auf dem Zeltplatz gab es viele Freizeitmöglichkeiten wie Wasserrutsche, Kletterwand und Spielhalle, so dass es nie langweilig wurde. Am nächsten Tag ging es weiter ins nächste Lager bei Kinsarvic. Von dort war eine etwa vierstündige Wanderung zur Zunge des Folgefonnagletschers geplant. Teilweise ging es steil bergauf, wobei auch größere Felsformationen zu überwinden waren. Aber von dem steil am Hang liegenden Schneefeld hatten die Wanderer einen wunderschönen Ausblick auf den Gletscher und über das Tal, was die Mühen belohnte.

Weiter ging es anderntags in die Nähe von Stavanger, wo nach einer Wanderung der Preikestolen ("Kanzel"), eine natürliche Felsplattform mit Blick über den Lysefjord, besucht wurde. Die Größe des Plateaus beträgt 25 mal 25 Meter und fällt 604 Meter senkrecht in den Fjord hinab. Die Jugendlichen genossen auch hier den herrlichen Ausblick. Für die meisten Teilnehmer war es das beeindruckendste Erlebnis dieser Fahrt. Hier spürten sie auch die Urgewalt der Natur: Es blies ein sehr kräftiger Wind. Unterwegs hatten die Fichtelgebirgler auch ihre erste Begegnung mit zwei ausgewachsenen Elchen.

Makrelen an der Angel

Wasser gab es auf der Reise ringsherum in Hülle und Fülle, so dass der Wunsch nach einer Angeltour nicht ausblieb. Die gefangenen Makrelen waren eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Besucht wurde auch der südlichste Punkt des norwegischen Festlandes, Kap Lindesnes, wo es einen Sandstrand gab, der zum Baden einlud. In der Nähe des dortigen Leuchtturms mit dem ältesten Leuchtfeuer des Landes, wurde in Hütten übernachtet.

Am letzten Tag vor der Rückfahrt stand ein Besuch in Kristiansand an, der fünftgrößten Stadt Norwegens. In der hübschen Fußgängerzone luden zahlreiche Cafés, Kneipen und Restaurants zum Verweilen ein. Obwohl es das Wetter mit der Reisegruppe nicht immer günstig meinte, waren am Ende doch alle begeistert von der Tour. Intensiv gelobt wurde die optimale Vorbereitung.
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