Roland Grillmeier neuer Kreisvorsitzender
Neuer Chef der Lebenshilfe

Mit dieser Mannschaft geht die Lebenshilfe-Kreisvereinigung Tirschenreuth in die kommenden drei Jahre: (von links) Geschäftsführer Berthold Kellner, Gottfried Frimmer, Franz Malzer, Alexandra Fischer, Klaus Meyer, Dagmar Selch, Sonja Gradl, Carmen Wuttke, Friedrich Wölfl, Gisela Worf, Ulrike Werner-Jung, Ludwig Spreitzer und Vorsitzender Roland Grillmeier. Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
20.11.2017
267
0
 
Mit dieser Mannschaft geht die Lebenshilfe Kreisvereinigung Tirschenreuth in die kommenden drei Jahre. Mit dabei sind (von links) Geschäftsführer Berthold Kellner, Gottfried Frimmer, Franz Malzer, Alexandra Fischer, Klaus Meyer, Dagmar Selch, Sonja Gradl, Carmen Wuttke, Friedrich Wölfl, Gisela Worf, Ulrike Werner-Jung, Ludwig Spreitzer und Vorsitzender Roland Grillmeier.

Sein Einsatz für geistig Behinderte und ihre Familien endet nicht mit der Aufgabe des Ehrenamtes. Karl Haberkorn bleibt der Lebenshilfe als Mitstreiter erhalten. Doch den Vorsitz der Kreisvereinigung übernimmt nach 24 Jahren Bürgermeister Roland Grillmeier.

Der frühere Landrat Haberkorn sieht die Lebenshilfe im Landkreis Tirschenreuth für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. "Es ist höchste Zeit, diese ehrenamtliche Arbeit in jüngere Hände zu geben. Neue Ideen und Schwung sind gefragt", sagte er in seinem letzten Tätigkeitsbericht als Kreisvorsitzender. Zuvor hatte er an eine Reihe von Sitzungen des Inklusionsbeirates, des Netzwerks Inklusion, an Workshops und Besprechungen an Runden Tischen und Arbeitskreisen erinnert. Vertreten war die Lebenshilfe zudem bei den Treffen auf Oberpfalzebene.

"Wir sind und bleiben eine Elterneinrichtung, die den Kindern und ihren Angehörigen helfen will", machte der scheidende Kreisvorsitzende deutlich. "Eine große Aufgabe bleibt die Arbeit mit schwer oder mehrfach behinderten Menschen." Eine immer stärkere Rolle spiele dabei die Inklusion, die zu einer Daueraufgabe der Gesellschaft werde.

"Inklusion betrifft alle Generationen", betonte Karl Haberkorn. Umso größer war seine Freude, dass sich das Netzwerk Inklusion im Landkreis so gut entwickle. All die Leistungen der Lebenshilfe seien nur möglich, "weil bei uns alle zusammenhelfen und sich für die Sache einsetzen". Ausdrücklich dankte er Geschäftsführer Berthold Kellner, der sich weit übers normale Maß engagiere. Weiterer Dank galt den Kooperationspartnern, den Kostenträgern und Zuschussgebern.

Frühförderung

Geschäftsführer Kellner gab einen umfassenden Bericht über die Einrichtungen der Lebenshilfe. In der Frühförderung werden demnach 323 Kinder interdisziplinär betreut. Im Heilpädagogischen Fachdienst kümmern sich 10 Mitarbeiterinnen um 49 Kinder in 23 Kindergärten. Am Förderzentrum in Mitterteich werden 76 Kinder im Alter zwischen 3 und 21 Jahren von 13 Lehrern und Heilpädagogen unterrichtet und betreut. Die Heilpädagogische Tagesstätte besuchen aktuell 78 Kinder.

Kellner gab unumwunden zu, dass die Inklusion für das Förderzentrum einen Rückgang der Schülerzahlen bedeutet. Inzwischen hätten sich diese Zahlen jedoch stabilisiert und steigen sogar leicht wieder an, so dass der Bestand für die kommenden Jahre gesichert sei. Wachstum sah Kellner im Bereich des Heilpädagogischen Fachdienstes im Kindergarten. Hier erfreue sich die Lebenshilfe nach wie vor großer Nachfrage.

Weniger Defizit

Steigende Umsätze berichtete er vom Verein "Offene Behindertenarbeit/Familienentlastender Dienst". Hier arbeiten 26 sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter, 6 Mitarbeiter auf Minijob-Basis und 80 Mitarbeiter auf Honorarbasis. Zufrieden zeigte sich Kellner mit der Tochtergesellschaft "Arbeit und Lebenshilfe", die aktuell 29 geringfügig Beschäftigte und 20 sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigt. Nach Schließung des Kulturcafés "Lebensart" in Waldsassen habe sich das Defizit erheblich verringert. Das vergangene Jahr könne sogar erstmals mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen werden. Auf einem guten Weg sah Kellner die Buchhandlung in Tirschenreuth. Die stärksten Wachstumsraten habe derzeit der Reinigungs- und Hausmeisterdienst, der sich um 46 eigene, öffentliche und private Objekte kümmere. 37 Mitarbeiterinnen sind in diesem Bereich beschäftigt.

Der neue Vorsitzende sprach mit Blick auf die Lebenshilfe von einer Bilanz des Helfens: "Toll, was sich hier alles bewegt." Die Lebenshilfe sei mittlerweile ein kleines mittelständisches Unternehmen mit viel Schwung. "Die Lebenshilfe liegt mir sehr am Herzen", betonte Roland Grillmeier. "Ich will versuchen, die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers fortzusetzen." Er dankte besonders Geschäftsführer Berthold Kellner, der seit 13 Jahren der Motor der Lebenshilfe sei. Grillmeier kündigte an, dass er neue Mitglieder für die Lebenshilfe gewinnen will.

Das VorstandsteamUschi Huber leitete die Neuwahlen. In geheimer Abstimmung wurde der Mitterteicher Bürgermeister Roland Grillmeier für die nächsten drei Jahre zum Vorsitzenden der Lebenshilfe gewählt. Vorgeschlagen hatte ihn sein Vorgänger Karl Haberkorn. Ihm zur Seite als stellvertretender Vorsitzender steht weiter Franz Malzer. Beisitzer sind Sonja Gradl, Dagmar Selch, Ulrike Werner-Jung, Gisela Worf und Friedrich Wölfl. Kassenprüfer sind Anton Bauernfeind und Anton Glaßl. Berufene Beiräte sind Alexandra Fischer, Carmen Wuttke, Klaus Meyer, Ludwig Spreitzer, Gottfried Frimmer und Pierre Ziebarth. (jr)


Wir sind und bleiben eine Elterneinrichtung, die den Kindern und ihren Angehörigen helfen will.Karl Haberkorn


Ich will versuchen, die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers fortzusetzen.Roland Grillmeier
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.