Sozialpädagogisches Theater "Chapeau Claque" an der Mittelschule Mitterteich
Party endet auf Intensivstation

Die Akteure Bastian und Nina vom sozialpädagogischen Theater "Chapeau Claque" aus Bamberg präsentierten an der Mittelschule Mitterteich das Stück "Limit", das die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zeigt. Bild: hfz
Vermischtes
Mitterteich
28.12.2016
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Bier- und Schnapsflaschen haben an Schulen normalerweise nichts verloren. Eine Ausnahme gilt natürlich, wenn sie Teil eines Theaterstückes sind, das vor den Gefahren durch Alkohol warnen soll.

Suchtprävention gehört zu den Aufgaben von Schulen. Auch an der Mittelschule Mitterteich finden deshalb jedes Jahr Veranstaltungen zu dieser Thematik statt. Jugendsozialarbeiter Christian Guttau organisierte mit seinem Arbeitgeber, der gfi gGmbH Marktredwitz, im Rahmen des Projektes "Hart am Limit" einen 90-minütigen Auftritt des sozialpädagogischen Theaters "Chapeau Claque" aus Bamberg.

In dem Stück "Limit" besuchen die beiden Akteure Bastian und Nina eine Party. Während die lockere Nina mit den übrigen Gästen relativ schnell in Kontakt kommt, fällt dies dem schüchternen Basti sichtlich schwer und er ertränkt seinen Frust in Alkohol. Der reine Theaterteil endet damit, dass Basti aufgrund des zu hohen Alkoholkonsums bewusstlos zusammenbricht und in die Intensivstation des Krankenhauses eingeliefert wird.

Nach der Diskussion über das Gesehene wurden mit den Schülern der beiden achten Jahrgangsstufen einige Schlüsselszenen des Stückes neu erarbeitet. So entstand eine neue Handlung mit einem positiven Ausgang. Mutige Schüler konnten hier gleich ihre Ideen mit den beiden Darstellern ausprobieren.

Konsum kontrollieren

Die Schüler erhielten ferner einige leicht umzusetzende Tipps, wie sie auf einer Party ihren Alkoholkonsum selbst kontrollieren und steuern können. So sei es zum Beispiel immer gut, eine Flasche oder ein gefülltes Glas zum Anstoßen in der Hand zu haben, ohne davon wirklich zu trinken. Auch wurden Situationen besprochen, in denen man keinen Alkohol zu sich nehmen sollte - zum Beispiel bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz. Anschaulich wurde auch der Zusammenhang zwischen einem Erbrechen und der Wirkung der Anti-Babypille dargestellt. Übergebe man sich, beispielsweise nach einem übermäßigen Alkoholkonsum, so habe die Pille für den gesamten Zyklus ihre Wirkung verloren und ein Schutz gegen eine ungewollte Schwangerschaft bestehe nicht mehr.

Zum Abschluss der lehrreichen und zugleich unterhaltsamen Veranstaltung waren sich Schüler und Lehrer darüber einig, das Thema Alkoholmissbrauch in einer der nächsten Unterrichtsstunden nochmals aufzugreifen und zu vertiefen.
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