Staatsstraße soll Ortsstraße werden
Ziel ist die verkehrsberuhigte Innenstadt

Deutlich ruhiger soll es künftig auf den Straßen im Mitterteicher Ortskern zugehen - so lautet das Ziel der Stadt. Nach einer möglichen Übernahme der Staatsstraße 2176, die über den Oberen und Unteren Markt führt, stellt sich ganz abgesehen von einer Tempobeschränkung die Frage, ob die Kreuzung mit abknickender Vorfahrt (Mitte) so bestehen bleibt. Bild: Grüner
Vermischtes
Mitterteich
12.04.2018
277
0

Seit langem ist es das erklärte Ziel der Stadt Mitterteich, die Staatsstraße durch die Ortsmitte zu übernehmen und abzustufen. Neben einer Verbannung des Schwerlastverkehrs gäbe es dadurch auch ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten.

Bürgermeister Roland Grillmeier und Bauamtsleiter Thomas Grillmeier trafen kürzlich zu einer Bestandsaufnahme mit Stadtplanerin Annegret Michler zusammen. "Das ist schon seit gut 20 Jahren ein Thema, seit die Ortsumgehung existiert", so der Bürgermeister zum Vorhaben der Straßenabstufung in der Innenstadt.

Vor rund fünf Jahren wurde bereits die ehemalige B 15 ab dem neuen Kreisverkehr über die Bachstraße bis zum Oberen Markt nach Umbau und Sanierung übernommen und in eine Ortsstraße verwandelt. Dazu wurde das sogenannte "Hufeisen" rückgebaut, das einst die Ortseinfahrt prägte. Folgen soll nun auch die Staatsstraße 2176 von der Abzweigung nach Konnersreuth bis zur Ampelkreuzung Marktredwitzer Straße/Wiesauer Straße. Danach würden nur noch Ortsstraßen durch den Innenstadtbereich führen, wodurch der Schwerlastverkehr und der überörtlichen Verkehr deutlich reduziert werden könnten. Das Ziel wäre dann eine weitere Verkehrsberuhigung durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung. "Dafür werden dann auch Veränderungen im Straßenbereich notwendig sein", erklärt der Bürgermeister. Der Kleinstadtcharakter soll aber erhalten bleiben. Verbessert werden soll auch die Barrierefreiheit, zumindest in Übergangsbereichen.

Deshalb überlege man derzeit, welche Maßnahmen baulicher Art vorgenommen werden müssten oder könnten, so Roland Grillmeier. Eine Reduzierung der Straßenbreite, Querungshilfen und unterschiedliche Beläge, etwa auch Kopfsteinpflaster, wären Möglichkeiten, den Verkehr langsamer zu machen. Damit rücke auch der Bereich zwischen dem alten Rathaus und dem Verwaltungsgebäude wieder ins Blickfeld. Bei möglichen Veränderungen der Straßenführung könnte auch hier eine Umgestaltung vorgenommen werden.

Ob die abknickende Vorfahrt vom Unteren Markt in die Bachgasse beibehalten wird, sei in diesem Zusammenhang ebenfalls zu prüfen. Dafür werde auch ein Straßenplaner hinzugezogen. Nach ersten Prüfungen folgten Diskussionen im Stadtrat und mit den Bürgern, wie Grillmeier berichtet. Der Stadtrat hat im Dezember 2017 einen Grundsatzbeschluss zur Übernahme und Abstufung der Staatsstraße 2176 gefasst, der ans Staatliche Straßenbauamt übermittelt wurde. Dieses wiederum habe grundsätzlich grünes Licht für diese Schritte gegeben.

Wie Bauamtsleiter Thomas Grillmeier betont, sei es nun notwendig, mit dem Staatlichen Bauamt den Zustand der Straße zu bewerten und hier eine Einigung über die Übernahmebedingungen zu erzielen. Entscheidend sei, welche Baumaßnahmen nötig sind und wer diese durchführt. "Eine rein monetäre Angelegenheit", so Thomas Grillmeier.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.