Stadtrat gibt grünes Licht für letzte Ausbaustufe
Breitband-Lückenschluss

Zahlreiche Baustellen gab es in jüngerer Vergangenheit im Zuge des Breitbandausbaus. Um auch in 62 verbliebenen Haushalten Übertragungsraten von mindestens 30 Mbit/s zu erreichen, sind wieder Arbeiten in verschiedenen Ortsteilen notwendig. Offen ist noch, wann diese starten. Archivbild: jr
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Mitterteich
13.02.2018
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Exakt 62 Haushalte gibt es im gesamten Mitterteicher Gemeindegebiet noch, die in Sachen Breitband derzeit als unterversorgt gelten. Sicher ist, dass diese Lücken verschwinden werden - bis zum Abschluss der Maßnahmen könnten aber im ungünstigsten Fall knapp zwei Jahre vergehen.

In der jüngsten Sitzung befasste sich der Stadtrat mit dem dritten Auswahlverfahren für den örtlichen Breitbandausbau. Ziel ist es, im Gemeindegebiet zu 100 Prozent eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s zu erreichen. In insgesamt 62 Haushalten in verschiedenen Ortsteilen liegen die Übertragungsraten noch unterhalb dieser Schwelle.

Wie Bürgermeister Roland Grillmeier informierte, waren zum Ende der Ausschreibungsfrist zwei Angebote eingegangen. So wäre ein Ausbau durch die Telekom Deutschland GmbH mit einer Deckungslücke von 517 357 Euro verbunden, bei einem Ausbau durch die Firma Amplus AG wären 739 516 Euro beizusteuern. Die Stadtverwaltung empfahl dem Gremium, den Anbieter mit der geringeren Wirtschaftlichkeitslücke zu wählen, was dann auch einstimmig erfolgte. Durch den im Verfahren gültigen Fördersatz von 90 Prozent bleibt für die Stadt Mitterteich ein Eigenanteil von 51 735,70 Euro übrig.

Nach der Entscheidung des Stadtrats kann nun der Förderantrag eingereicht werden. Der nächste Schritt ist dann die Vertragsunterzeichnung mit der Telekom. Sobald die Unterschriften gesetzt sind, was laut Verwaltung etwa in zwei bis drei Monaten der Fall sein dürfte, hat das Unternehmen maximal 18 Monate Zeit, bis die neuen Anschlüsse in Betrieb sein müssen. Wie lange es wirklich dauert, hänge von Standort- und Trassengenehmigungen sowie der Verfügbarkeit von Baufirmen ab, wie es hieß. Verlegt werden müssen knapp 10 000 Meter Glasfaserkabel und Mikrorohre.

Roland Grillmeier ermunterte Bürger, die beim Thema Breitband im Dialog mit der Telekom auf Probleme stoßen, sich an Christian Pößl von der Verwaltung zu wenden. Der "Breitbandpate" der VG Mitterteich habe gute Kontakte zur Telekom. Möglicherweise könne auf diesem Weg schneller für Hilfe gesorgt werden als über die Telekom-Hotline.
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