24.01.2017 - 02:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

SV Steinmühle hat ehrgeizige Ziele Große Pläne für die Zukunft

Ehrgeizige Ziele hat sich der Vorstand des SV Steinmühle gesetzt. Geplant ist neben dem Bau eines Kunstrasenplatzes und einer Sportheim-Erweiterung die Gründung neuer Sparten. "Wir wollen den Verein für die Zukunft ausrichten", betont Vorsitzender Stephan Andörfer vor den Neuwahlen am kommenden Samstag.

2. Vorsitzender Franz Faltenbacher, Vorsitzender Stephan Andörfer, Eisstock-Spartenleiter Erich Santl und Jugendleiter Christian Hecht (von links) haben große Pläne für den SV Steinmühle und hoffen, dass sich künftig noch mehr ehrenamtliche Helfer engagieren. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Steinmühle. Der Vorsitzende, der den 400 Mitglieder starken und heuer 85 Jahre alten Verein seit 2013 führt, stellt sich zur Wiederwahl. Bei der Versammlung, die um 17 Uhr im Sportheim beginnt, sollen die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Barrierefreier Umbau

Im SV Steinmühle sieht Stephan Andörfer eine Art Mittelpunkt für die Bürger in Steinmühle, Pleußen und den umliegenden Dörfern. Dem will man mit der Erweiterung und dem barrierefreien Umbau des Sportheims Rechnung tragen. Vorgesehen sind neue behindertengerechte Toilettenanlagen und neue Kabinen. Gefördert werden soll das Projekt im Rahmen der Dorferneuerung. "Wir wollen mit viel Eigenleistung und einer Förderung ein Projekt entwickeln, das den Verein zukunftssicher macht." Möglichst schon 2018 sollen die Arbeiten starten. Investiert werden soll ein sechsstelliger Betrag, wie Andörfer erklärte. Näheres will er in der Versammlung bekanntgeben.

"Wir denken in neuen Dimensionen und stemmen uns gegen den Wandel", sagt der Vorsitzende über das interkommunale Vorhaben, einen Kunstrasenplatz zu schaffen. Dabei setzt er auf das Engagement der Mitglieder und den Zusammenhalt der Bürger in den Dörfern. Ideal wäre, so Andörfer, wenn alle Einwohner von Steinmühle und Pleußen Mitglieder im Verein werden - so wie es früher üblich gewesen sei. Vor allem wünscht sich Andörfer, dass noch mehr rüstige Rentner den Weg zum SV finden und sich einbringen. Für den Verein sind derzeit rund 50 ehrenamtliche Kräfte in Aktion, um die vielen Aktivitäten zu stemmen.

Weiterentwickelt werden soll der Verein auch mit der Gründung zweier neuer Sparten. Andörfers Wunsch ist es, dass eine Sparte Frauenfußball und ein "Lauftreff" entstehen. Dies könne aber nur funktionieren, wenn geeignete Trainer und Betreuer gefunden werden. "Da sind wir noch auf der Suche." Ansonsten sieht er seinen Verein auf einem guten Weg in die Zukunft. "Wir machen gute und bemühte Arbeit", ist Andörfer überzeugt und hebt die Bedeutung des SV für die Gesellschaft hervor.

Belastung für Vereine

Nicht anfreunden kann sich Stephan Andörfer mit den sogenannten Schularbeitsgemeinschaften (SAG). Seiner Meinung nach stehle sich der Staat hier aus seiner Verantwortung. Für Vereine seien solche SAGs eher belastend. Seiner Meinung nach sollten die Schulen vielmehr die Kinder dazu ermuntern und dabei fördern, in die Sportvereine zu gehen.

Enormen Zulauf bekommt der SV seit einiger Zeit von Kindern und Jugendlichen, vor allem im unteren Altersbereich. Jugendleiter Christian Hecht, seit drei Jahren im Amt, freut sich über derzeit 75 Mitglieder in der Fußball-Nachwuchsabteilung. Mit Ausnahme der B-Jugend ist der SV Steinmühle in allen Klassen mit Jugendmannschaften vertreten, wobei Unterstützung vom ASV Waldsassen kommt. Die Zusammenarbeit mit den Klosterstädtern bezeichnet Hecht als hervorragend. Um den Nachwuchs kümmern sich Woche für Woche 15 ehrenamtliche Trainer und Betreuer. Die Hälfte der Trainer verfügt über einen Übungsleiterschein.

"Kinder aus Steinmühle und Pleußen, aber auch aus den umliegenden Dörfern und sogar aus Mitterteich wissen den dörflichen und familiären Charakter des Vereins zu schätzen", ist Hecht überzeugt. Typisch sei, dass sich ganze Familien im Verein engagieren. Ein Schnuppertraining für Kinder ab vier Jahren ist jederzeit kostenlos möglich. Nähere Informationen gibt es bei Christian Hecht unter Telefon 09633/4000 606.

Über die beiden Fußball-Herrenmannschaften wird am Samstag Franz Faltenbacher berichten, der in Personalunion auch 2. Vorsitzender ist. Die erste Mannschaft sei zu einer festen Größe in der Kreisliga geworden, so Faltenbacher. Die zweite Mannschaft strebt die Meisterschaft in der A-Klasse an. Aktuell steht den beiden Trainern Thorsten Meier und Daniel Wührl ein Kader von 30 Spielern zur Verfügung. "Wir wollen auch in Zukunft Kreisligafußball bieten - und das alles auf ehrenamtlicher Basis." Funktionieren soll dies mit einer jungen Mannschaft, bestehend möglichst aus Eigengewächsen. Vorsitzender Stephan Andörfer ergänzt: "Wir wehren uns gegen Bezahlfußball und bauen auf eigene Spieler." In diesem Zusammenhang verurteilt Andörfer Bestrebungen, den Profifußball weiter auf Kosten der Amateure zu fördern.

Sorgen um Eisstock-Sparte

Doch es gibt auch Probleme beim SV. So will Eisstock-Spartenleiter Erich Santl nach 14-jähriger Tätigkeit nicht wieder kandidieren. "Wir haben nur noch 14 Passinhaber, davon 5 Aktive. Es wird jedes Jahr schlechter. Mein Ziel ist es, eine Spielgemeinschaft einzugehen, um den Spielbetrieb überhaupt aufrecht erhalten zu können." Sollte am Samstag kein Nachfolger für ihn gefunden werden, dann könnte es vorbei sein mit der Sparte Eisstock, so die Befürchtungen. Dabei waren die Steinmühler Eisstockschützen in früheren Zeiten die Nummer Eins im Landkreis.

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