15.09.2017 - 17:22 Uhr
MitterteichOberpfalz

Tag der offenen Tür in der Reststoffdeponie Steinmühle Deponie nun auch ein Lernort

Eigentlich erwartet man, auf einer Abfalldeponie Müllautos zu sehen. Die Besucher von Steinmühle sehen eine Bimmelbahn, die dort ihre Runden dreht. Dies ist aber längst nicht die einzige Besonderheit an diesem Tag.

Mit jeweils einem Stadtwappen gratulierten die Bürgermeister Roland Grillmeier (3. von links) und Bernd Sommer (2. von rechts) zur gelungenen Erweiterung der Reststoffdeponie Steinmühle. Die Deponie liegt auf Flächen beider Städte. Mit dabei waren (von links) Deponieleiter Peter Forster und Zweckverbands-Direktor Thomas Knoll, sowie Landrat Wolfgang Lippert (rechts)
von Josef RosnerProfil

Steinmühle. Jede Menge Besucher besichtigten am Sonntag die Deponie. Obwohl es zeitweise nieselte und gleichzeitig "Tag des offenen Denkmals" war, riss der Besucherstrom nicht ab. Immer wieder kamen Leute, die einen Blick hinter die Kulissen dieser Einrichtung werfen wollten.

Landrat Wolfgang Lippert meinte, "dass wir nach der Großinvestition für die kommenden 35 Jahre bei diesem Thema unsere Ruhe haben". Um die Deponie weiter als klassifizierte Anlage betreiben zu können, sei in den vergangenen Jahren viel Geld investiert worden. Lippert: "Die Maßnahmen sind nun abgeschlossen."

"Die Reststoffdeponie wurde nach den modernsten Gesichtspunkten erweitert", sagte der Landrat. Die Deponie wird seit 1971 genützt, seit 1996 wird der brennbare Müll zur thermischen Verwertung zum Zweckverband nach Schwandorf gefahren. Ausdrücklich dankte Lippert Deponieleiter Peter Förster, der zukunftsorientiert und hochprofessionell arbeite.

Der jetzt errichtete neue Abschnitt in Steinmühle geht in Betrieb, wenn der bisherige gefüllt ist. Seit 1995 hat der Landkreis 15,5 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der "Kippe" investiert. Besonders das neue Eingangsgebäude und das Labor legte der Landrat den Besuchern bei ihrem Besuch ans Herz. Sogar einen eigenen Medienraum gibt es im Gebäude nun, in dem sich Schulklassen über das Thema informieren können. "Wir wollen unsere jungen Leute hier sensibilisieren", sagte Lippert. Abschließender Dank galt der Mannschaft in Steinmühle, Landrat Lippert war sich sicher: "Wir haben eine Vorzeigedeponie."

Bürgermeister Roland Grillmeier überbrachte den Dank der Stadt Mitterteich und der Stadt Waldsassen, auf deren Flächen die Deponie liegt.

"Mich freut es, dass das Thema Müll so viele unserer Bürger bewegt", freute sich Grillmeier über das Interesse am Tag der offenen Tür. "Aus der Reststoffdeponie ist ein Wirtschaftsbetrieb geworden," meinte er. Weiter hob Grillmeier hervor, dass die Deponie ihren eigenen Strom erzeugt und diesen auch zum Teil verbraucht. Zur Fertigstellung der Deponie überreichten die Bürgermeister Roland Grillmeier und Bernd Sommer (Waldsassen) jeweils ein Stadtwappen.

Zweckverbands-Direktor Thomas Knoll freute die kommunale Einigkeit im Landkreis, nur dadurch sei es möglich gewesen, diese Deponie zu erweitern und zu modernisieren. Ohne kommunale Zusammenarbeit sei vieles nicht realisierbar, wusste Knoll. Im neuen Abschnitt könnten bis zu 1,5 Millionen Kubikmeter Müll eingebaut werden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es trotz aller Mülltrennung weiter Deponien brauche, wo Restmüll und nicht brennbarer Müll entsorgt werden könne.

Knoll versicherte: "Wir gehen verantwortungsvoll mit der Umwelt um." Deponieleiter Peter Förster lud im Anschluss zu kostenlosen Fahrten mit der Bimmelbahn über das Deponiegelände ein. Alle dreißig Minuten verkehrte die Bahn. Experten der Steinmühler Deponie erzählten unterwegs viel Wissenswertes über die Einrichtung.

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