09.02.2018 - 20:00 Uhr
Mitterteich

Über 40 Gruppen ziehen durch die Stadt Jubiläums-Gaudiwurm

Die Narren in der Glasstadt sind richtig heiß auf ihren Jubiläums-Umzug: Pünktlich um 13.31 Uhr fällt an diesem Samstag, 10. Februar, der Startschuss für den 11. Mitterteicher Gaudiwurm.

Beim Gaudiwurm-Organisationsteam um Vorsitzenden Michael Zintl (rechts) war auch am Freitagnachmittag noch mal ein Arbeitseinsatz angesagt. Bild: exb
von Udo Lanz Kontakt Profil

Das Organisations-Team um Gaudiwurm-Vorsitzenden Michael Zintl hat am Freitagnachmittag unter anderem noch einige Restarbeiten am Prinzenwagen verrichtet, am Samstagvormittag folgen die letzten allgemeinen Vorbereitungen für den Umzug. Am Samstagmorgen stärken sich die Verantwortlichen aber erst einmal beim traditionellen Gaudiwurm-Frühstück im Mehrgenerationenhaus.

Wie gewohnt erfolgt die Aufstellung des Umzugs in der Zanklgarten- und der Parkstraße. Für die "Startschüsse" sorgen die Böllerschützen der Mitterteicher Schützengesellschaft und Kanonier Alois Wurm. Mehr als 40 Gruppen ziehen durch die Stadt, ein Teil davon mit Themenwägen. Mit dabei sein werden alle Tanzgruppen und Garden des Gaudiwurm-Vereins, die drei Prinzenpaare, die Gruppe "Gaudipower" mit einem neuem Motto sowie die Mitterteicher Stadtkapelle. Hinzu kommen weitere Narren-Gruppen aus Mitterteich und umliegenden Orten.

Kurz vor dem Faschingszug und auch währenddessen bitten Mitglieder des Gaudiwurm-Vereins in Clown-Kostümen um Spenden zur Deckung der Kosten. Schließlich haben die Verantwortlichen wieder jede Menge Auswurfmaterial eingekauft, darunter verschiedene süße und salzige Leckereien. Nach dem Umzug steigt erneut eine große Faschingsparty mit DJ und Tanz-Auftritten auf dem Kirchplatz. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt sein.

Schnaps-Verbot

Auch wenn Schnapszahlen bei den Narren hoch im Kurs stehen und deshalb nicht der 10., sondern der 11. Gaudiwurm als Jubiläumsumzug gilt, bleibt echter Schnaps heuer erstmals außen vor. Nach den unschönen Vorkommnissen am Rande der Party im Vorjahr wurde ein Spirituosen-Verbot verhängt. Denn, so die Argumentation der Polizei, durch Schnapskonsum würden die Leute deutlich schneller betrunken und aggressiv als etwa durch Biergenuss.

Das bedeutet, dass keine Schnapsfläschchen an die Zuschauer des Gaudiwurms verteilt werden und Spirituosen auch für die Teilnehmer des Zuges tabu sind. Um Schnapskonsum auch bei der Party zu verhindern, führen die Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes Taschenkontrollen durch. Wenn Besucher dies verweigern oder Spirituosen nicht abgeben wollen, tritt die Polizei auf den Plan. Michael Zintl stellt aber klar, dass es sich nicht um ein generelles Alkoholverbot handelt.

Mehr Sicherheit

Ebenfalls als Reaktion auf die Reibereien im vergangenen Jahr hat der Gaudiwurm zehn Security-Leute engagiert, deutlich mehr als zuletzt. Und auch die Polizei wird laut Zintl mit mehr Beamten vor Ort sein. Diese würden aber so weit wie möglich im Hintergrund bleiben. Die Gaudiwurm-Organisatoren ermuntern die Besucher, sich angesichts der Neuerungen keinesfalls vom ausgelassenen Feiern abhalten zu lassen.

Sperrung und Halteverbote

Die Mitterteicher Ortsdurchfahrt wird wegen des Gaudiwurms am Samstag, 10. Februar, von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Weil in der Parkstraße und der Zanklgartenstraße die Aufstellung für den Umzug erfolgt, gilt für diesen Bereich von 12 bis 16 Uhr ein beidseitiges Haltverbot. Auch am Kirchplatz und in der Bahnhofstraße wird in diesem Zeitraum ein Halteverbot verhängt.

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