Umrüstung auf Funkwasserzähler
Genau und langlebig

So sehen die Funkwasserzähler aus, die ab 2018 in den Haushalten in Mitterteich und Umgebung eingebaut werden sollen. Bilder: jr (2)
Vermischtes
Mitterteich
21.04.2017
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Elektronische Funkwasserzähler sollen in dem kommenden Jahren die veralteten Messgeräte ablösen. Im Auftrag des Zweckverbands Wasser/Abwasser Steinwald/Stiftland stellte Wassermeister Wolfgang Haberkorn das Vorhaben im Stadtrat vor.

Bürgermeister Roland Grillmeier sah in einer Verbundlösung - also der gemeinschaftlichen Beschaffung der neuen Zähler in allen umliegenden Wasserzweckverbänden - die Ideallösung. Die Umstellung würde in drei Etappen in den Jahren 2018 bis 2020 erfolgen. Grillmeier berichtete, dass auch die Stadt Marktredwitz auf moderne Funkwasserzähler umrüste.

"Unsere bisherigen Wasserzähler sind auf den Stand der Technik des Jahres 1930. Alle sechs Jahre müssen die ausgewechselt werden", betonte Wassermeister Wolfgang Haberkorn und verwies auf Messungenauigkeiten, häufig notwendige Kundenbesuchen und auch hygienische Bedenken. Das alles wäre mit den neuen Wasserzählern Geschichte. Diese haben keine beweglichen Bauteile mehr und sind unempfindlich gegen äußere Einflüsse, messen absolut genau, sind fernablesbar und datenschutzkonform. Auch Manipulationen wären künftig unmöglich. Der größte Vorteil ist laut Haberkorn die Tatsache, dass die Zähler 15 Jahre an Ort und Stelle verbleiben.

Durch gemeinsame Bestellungen mehrerer Kommunen würde die Anschaffung insgesamt günstiger. Nach sechs bis sieben Jahren hätten sich die Kosten amortisiert, so Wolfgang Haberkorn. In vielen Teilen Bayerns seien diese neuen Zähler schon lange im Einsatz. "Nur der Landkreis Tirschenreuth ist noch ein weißer Fleck auf der Landkarte."

Rechtzeitig informieren

Bürgermeister Roland Grillmeier fand den Vortrag überzeugend: "Vieles spricht für die Umsetzung schon jetzt." CSU-Sprecher Josef Schwägerl schloss sich dem an: "Es spricht nichts gegen diese neue Technik, sie ist ausgereift." Allerdings setzte er sich dafür ein, die Bürger rechtzeitig über das Auswechseln der Zähler zu informieren. Johann Brandl (SPD) erinnerte an ähnliche Überlegungen vor acht Jahren. Seitdem habe sich die Technik aber nochmals verbessert, daher sei ein Zählerwechsel zu befürworten. Bernhard Thoma (Freie Wähler) fand das Vorhaben ebenfalls sinnvoll, zumal die Umstellung etappenweise auf drei Jahre vorgesehen sei. Auch er forderte, die Bürger rechtzeitig mit ins Boot zu nehmen. Am Ende stimmte der Stadtrat einstimmig für die Umrüstung auf Funkwasserzähler.

Unsere bisherigen Wasserzähler sind auf dem Stand der Technik des Jahres 1930.Wassermeister Wolfgang Haberkorn
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