23.02.2018 - 16:02 Uhr
Mitterteich

Von Bauvorschriften bis Parkverbot

Zugeparkter Fußgängerüberweg, Grundschul-Sanierung und ein privates Bauvorhaben, das von den Vorgaben abweicht: Groß ist die Zahl der Themen im Mitterteicher Bauausschuss.

Im Mittelpunkt der Arbeiten an der Mitterteicher Grundschule steht derzeit die Sanierung der Decken. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Behindertenbeauftragte Hildegard Betzl hatte vor der jüngsten Sitzung schriftlich Fragen und Anliegen formuliert. Zum wiederholten Mal forderte sie die Absenkung von Randsteinen in weiteren Bereichen, außerdem Tempo 30 in der Leonberger Straße. Betzl wies darauf hin, dass viele Mitarbeiter der Behindertenwerkstätten St. Elisabeth morgens und abends dort zu Fuß unterwegs seien. Bürgermeister Roland Grillmeier entgegnete, dass die Einführung eines Tempolimits dort nicht so einfach sein werde, auch weil es sich um eine Kreisstraße handelt. Geprüft werden müsse alternativ die Schaffung eines Fußgängerüberwegs oder einer Ampelanlage. Der Antrag wird nun ans Landratsamt weitergeleitet.

Weiter kritisierte Hildegard Betzl das Parken direkt beim Fußgängerüberweg nahe des alten Rathauses. Häufig reichten die abgestellten Autos bis in den Überweg hinein. Vor allem Senioren mit Rollatoren und Frauen mit Kinderwägen hätten daher Probleme, auf die andere Straßenseite zu kommen. Betzl forderte ein Parkverbot und eine Schraffierung der betreffenden Fläche.

Bürgermeister Grillmeier wusste von der Problematik, mit der Polizei sei das Ganze schon einmal erörtert worden. Johann Brandl (SPD) warf ein, dass Verkehrsüberwachung und Polizei durch die Schraffierung der Fläche eine Möglichkeit hätten, tätig zu werden. "Im Moment ist die Fläche als ganz normaler Parkplatz ausgewiesen", so Brandl. Der Bürgermeister sagte zu, nochmals gemeinsam mit der Polizei nach einer Lösung zu suchen.

Gehwege vollgestellt

Hildegard Betzl bemängelte noch, dass vor allem in den Sommermonaten die Gehbereiche an den Restaurants am Unteren Markt für Menschen mit Handicap des öfteren nicht passierbar seien, weil sie mit Stühlen und Tischen vollgestellt würden. Sie wollte wissen, ob hier denn kein Bestuhlungsplan existiert. Roland Grillmeier sicherte zu, dass dieses Problem angepackt werde.

Nicht zuletzt erkundigte sich die Behindertenbeauftragte nach dem aktuellen Stand bei der Sanierung der Grundschule. "Wir sind im Zeitplan", sagte Bürgermeister Grillmeier. "Derzeit werden die Decken saniert." Grillmeier erinnerte daran, dass man von einer Gesamtbauzeit von bis zu drei Jahren ausgehe.

Grünes Licht gab der Ausschuss für den Antrag zum Bau eines Multifunktionshauses in Pechofen im Rahmen der Dorferneuerung. "Es war der Wunsch der Bürger, einen neuen Dorfmittelpunkt zu schaffen", so Bürgermeister Roland Grillmeier. "Der Plan wurde mit den Behörden abgestimmt, die Förderzusage ist da", informierte Roland Grillmeier. Gebaut wird ein Holzhaus mit einer Grundfläche von sieben mal fünf Metern. Grillmeier wünschte sich im Zuge des Baus Eigenleistungen der Pechofener.

Abweichung vom Plan

Auf Skepsis stieß der Antrag eines privaten Bauherrn, der eine Art Bungalow errichten will, obwohl in der betreffenden Straßenzeile eine andere Bebauungsform vorgegeben ist. Johann Brandl (SPD) sah darin kein Problem: "Jeder baut doch überall, wie er will." Josef Schwägerl (CSU) trat dem entschieden entgegen: "Jeder Bauherr muss sich vor dem Kauf eines Grundstücks informieren, wie dort gebaut werden darf." Bürgermeister Roland Grillmeier sagte: "Bei den Bauten in diesem Gebiet wurde stets auf die Einhaltung des Bebauungsplans geachtet. Dies sollte mit Respekt auf die anderen Bauherren auch dieses Mal so sein, zumal es eine Baulücke ist." Der Bauausschuss kam überein, die Pläne ans Landratsamt weiterzureichen. Erst nach dessen Stellungnahme soll der Bauantrag abschließend behandelt werden.

Nichts einzuwenden hatte der Ausschuss gegen die Umnutzung einer Werkstatt im früheren Bahnhofsbereich als Wohnraum. Das letzte Wort hat aber hier das Landratsamt.

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