08.04.2018 - 20:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Wasserwarte zogen in Mitterteich Zwischenbilanz Einbau der Wasserzähler läuft nach Plan

Die Zukunft gehört den elektronischen Wasseruhren. Darin waren sich die Wasserwarte und Bürgermeister Roland Grillmeier bei einem Treffen im Bauhof einig.

Begeistert waren die beteiligten Wasserwarte vom Einbau der neuen elektronischen Wasseruhren. Unser Bild zeigt die Fachleute (von links) mit Bauhofleiter Wolfgang Stark, Reinhard Zintl und Karl Gleißner (beide Mitterteich), Bernhard Kellner (Friedenfels), Bürgermeister Roland Grillmeier, Wassermeister Wolfgang Haberkorn, Mathias Hecht und Manfred Härtl (beide Waldsassen) sowie Michael Klarner (Wiesau). Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Seit sechs Wochen laufen die Einbauarbeiten der neuen elektronischen Wasserzähler. Gut die Hälfte der Zähler in den Kommunen Mitterteich, Waldsassen, Wiesau und Friedenfels sind bereits eingebaut. "Mit dem Einbau sparen wir den Leuten bares Geld, es gibt nichts Besseres", zog der Friedenfelser Wasserwart Bernhard Kellner Zwischenbilanz.

Wassermeister Wolfgang Haberkorn will, dass die Einbauarbeiten bis 2020 abgeschlossen sind. Er hat den Einbau der Wasserzähler federführend organisiert und ist sich sicher: "Wir haben bestes Werkzeug an die Hand bekommen." Der Lieferant habe umfangreiche Schulungen angeboten, die Einführung in den Kommunen funktioniere reibungslos. Insgesamt werden beim Wasserzweckverband Pfaffenreuther Gruppe, in Wiesau, Falkenberg und Friedenfels heuer rund 2500 Wasserzähler ausgetauscht. Bis 2020 sollen die restlichen 6000 Wasserzähler umgerüstet werden. Haberkorn betonte, dass die neuen Geräte bis zu 15 Jahre eingebaut bleiben, während die alten Kapselzähler alle sechs Jahre ausgetauscht werden mussten. Die gemeinsame Bestellaktion der Kommunen spare Geld. Alle paar Jahre müsse nur ein Prozent aller Zähler zur Überprüfung gegeben werden. Hätte jede Kommune nur für sich gehandelt, wäre der Aufwand für die Eichzeitverlängerung wesentlich höher.

Fast jedes Haus habe eine undichte Installation, die bei der Fernauslesung im Fehlerprotokoll angezeigt werde. Wer auf seinem neuen Wasserzähler den Hinweis "leak" sieht, solle seine Installation überprüfen lassen. Oft seien es undichte Heizungsventile oder laufende Toilettenspülungen. "Unnötiger Verbrauch von vielen Kubikmetern Wasser kann verhindert und damit Geld gespart werden", sagte Haberkorn. Er betonte, dass bei Auslesung per Funk nur der Zählerstand und das Fehlerprotokoll erfasst würden. Persönliche Daten seien absolut tabu. Auch könne über das Protokoll nicht festgestellt werden, wann jemand wie viel Wasser verbrauche. Die Widersprüche der Nutzer gegen die Funkauslesung lägen im Promillebereich. Ein elektrischer Wasserzähler werde in jedem Fall eingebaut, allerdings dann mit ausgeschalteten Funkmodul und deaktiviertem Datenspeicher. Somit würden auch keine Fehlermeldungen angezeigt. Die Ablesung des Wasserzählers müsse dann weiter persönlich erfolgen. Die vom Verbraucher zu tragende Gebühr dafür sei noch nicht festgesetzt.

Die Wasserwarte appellierten an alle Anschlussnehmer, für den Einbau der Wasserzählerbügel zu sorgen. Die bisher verwendeten Kapselzähler würden in naher Zukunft vom Markt verschwinden. "Der Einbau eines Zählerbügels ist seit mehr als 30 Jahren Standard und in den Wasserabgabesatzungen auch so verankert", informierte Wolfgang Haberkorn.

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