Auftakt zum Moosbacher Heimatjahr 2017
Heimat hat wieder Konjunktur

Bürgermeister Hermann Ach (Mitte) sowie die Ehrenschirmherren Altbürgermeister Hans Roßmann (links) und Pfarrer Josef Most stimmten auf das Heimatfestjahr ein.
Freizeit
Moosbach
03.01.2017
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Zum Auftakt des Moosbacher Heimatfestjahrs hatte Bürgermeister Hermann Ach im Rathaussaal zum Festakt eingeladen. Der Gemeindechef dankte allen, "die das Ganze mit vorbereiten, gestalten und mittragen". Bilder: gi (2)

Silvesterfeuerwerk, Festgottesdienst, Böllerschießen und Empfang im Rathaus: in dieser Reihenfolge beginnt das Festjahr 2017 in der Marktgemeinde Moosbach.

Höhepunkt werden die Heimatfesttage vom 28. Juli bis 7. August sein. Mit einem außergewöhnlich langen Feuerwerk feierten die Bürger mit den vielen Urlaubern in den Gasthöfen in das neue Jahr hinein. Beim Neujahrsgottesdienst in der Pfarrkirche sprach Pfarrer Josef Most, im Beisein von Ruhestandsgeistlichem Hermann Schötz und Diakon Herbert Sturm, das große Thema an.

Alle müssten zupacken, damit das Fest gelinge. Die Kirche leiste ihren Beitrag mit zahlreichen Terminen. So komme am 30. März der bekannte Journalist Andreas Englisch nach Moosbach. Am 25. Mai werde das 300-jährige Bestehen der Sebastianskapelle Burgtreswitz gefeiert, und am 28. Mai gebe Brigitte Traeger ein Konzert in der Kirche. Schließlich werde am 11. Juni die Kapelle in Gebhardsreuth eingeweiht.

Am 8. Juli kommen alle Ministranten des Dekanats nach Moosbach. Am 30. Juli machen die Wallfahrer aus Steingaden Station. Auch 750 Jahre Ortschaft Etzgersrieth werde gefeiert. Gegen Ende des Festjahrs singen die Regensburger Domspatzen in Moosbach. Mit Pfarrgemeinderatssprecherin Elisabeth Völkl entzündete Most eine Kerze. "Sie soll uns Licht im Festjahr geben", wünschte er sich.

Gefühl von Zugehörigkeit

Festburschen und -damen brachten die Fürbitten vor. Das Moosbacher Bläserensemble unter Leitung von Franz Sturm, begleitet von Johann Karl an der Orgel, sorgte für festliche Stimmung. Nach dem Gottesdienst schossen die Moosbacher Böllerschützen vor dem Rathaus mit den Schussbildern "langsame Reihe, schnelle Reihe und Salut" offiziell das Heimatfestjahr 2017 an. Das Bläserensemble und Johann Karl am Klavier stimmten mit einer Festfanfare den Empfang an.

Bürgermeister Hermann Ach freute sich über den sehr guten Besuch im Rathaussaal. Bereits seit November 2014 laufen die Planungen für das Festjahr. Immer enger wurden seitdem die zeitlichen Abstände und immer schneller die Sitzungsfolgen. Immer noch werde am Programm geschliffen. Der Gemeindechef dankte allen, "die das Ganze mit vorbereiten, gestalten und mittragen". Das Heimatfest solle das Gefühl von Zugehörigkeit und Bodenhaftung unterstützen. Heimat bedeute viel. Internationalität und regionale Verankerung sowie Heimatverbundenheit seien keine Gegensätze, sondern sie ergänzen sich. Trotz Globalisierung "hat die Heimat wieder Konjunktur".

"Wir Bayern haben ein Heimatministerium, und unser Heimatminister Markus Söder hat die Schirmherrschaft für unser Heimatfest übernommen", freute sich Ach. Er sprach auch den "derzeitigen Heimatboom" an. Volksmusik, Dirndl und Tracht seien wieder in.

Viele Moosbacher engagierten sich oder bildeten Initiativen für örtliche Anliegen. "Sie handeln, weil sie ihre Heimat mitgestalten wollen." Ach hielt das für gut und unerlässlich, denn es gehe um das Umfeld, in dem die Menschen wohnen und Zuhause sind. Heimat nannte er den Ort, wo er verstanden werde und verstehe, wo die Wurzel der Familie liegen und dort, "wo ich mich geborgen und getragen fühle, wo mir Orte vertraut sind". Das Heimatfestjahr solle die Jugend an die Werte erinnern. Die Veranstaltungen sollten beitragen, dass sich die Menschen treffen und miteinander ins Gespräch kommen, um über die Heimat zu sprechen und darüber nachzudenken. Ach erinnerte an den Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist, die beim Bayer-3-Dorffest unter Beweis gestellt wurden. Dies sollte über die gesamte Region hinaus strahlen und so das Heimatfest zu einem Fest der Region werden lassen.

Hinweis auf Flüchtlinge

Nach dem "Halleluja" des Bläserensembles philosophierte Pfarrer Most ebenfalls zum Begriff "Heimat". Jeder Mensch brauche Heimat, die eine Frage des Orts und Geborgenheit sei. "Heimat könne aber verloren werden", erinnerte der Geistliche an das Schicksal von 60 Millionen Flüchtlingen auf der Welt. Mit der Bayernhymne beendete das Bläserensemble die Auftakt-Veranstaltung.
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