02.06.2017 - 20:00 Uhr
MoosbachOberpfalz

Etzgersrieth feiert sein Jubiläum beim Dorffest: Theater zum 750.

Etzgersrieth. (gi) Heuer blickt die Ortschaft auf eine 750-jährige Geschichte zurück. Dies ist Anlass für ein besonderes Dorffest am Sonntag, 25. Juni. Nach Kirchenzug, Gottesdienst, Frühschoppen und Mittagessen wartet auf die Gäste am Nachmittag eine Attraktion.

Die Schauspieler vor der Gastwirtschaft "Floaschbauer", wo auch die Freilichtbühne beim Dorffest sein wird. Bild: gi
von Peter GarreissProfil

Drei markante Ereignisse aus der Geschichte des Orts werden szenisch dargestellt. Auf Anregung vom zweiten Bürgermeister Fritz Steinhilber und unter Mithilfe von Johann Scheuerer wurden aus der Chronik der Gemeinde Moosbach drei Ereignisse ausgesucht, die Autor Peter Franz umsetzte.

In der ersten Szene zeigen die Schauspieler, wie ein Teil der Etzgersriether die Steuern nach Tännesberg entrichten musste, der andere an Treswitz. Da die Steuern nicht gleich hoch waren, kam es zum Streit zwischen dem oberen und unteren Dorf. In der zweiten Szene wird Bezug auf die Reformation genommen. Für kurze Zeit musste die Oberpfalz und damit auch Etzgersrieth auf Wunsch des Landesherrn den Glauben des Reformators Calvin annehmen.

Da Calvin alle christlichen Darstellungen in und außerhalb der Gotteshäuser verurteilt hatte, wurden Abgesandte in die Pfarreien geschickt, um diese heiligen Gegenstände zu vernichten. In der Aufführung kommen Soldaten aus Amberg, die den Befehl des Landesherrn Friedrich III. umsetzen wollen.

Die dritte Szene erinnert an den großen Brand 1836, dem die ganze Ortschaft zum Opfer fiel. Die Flammen zerstörten fast alle Gebäude. Unmittelbar nach dem Brand kommen die Leute zusammen und beklagen ihr Leid, auch der Kooperator jammert über das abgebrannte Gotteshaus. Trotz all des Leids schöpfen die Bewohner Hoffnung und denken an den Wiederaufbau ihres Heimatdorfs an gleicher Stelle. Viele junge Etzgersriether haben sich spontan bereit erklärt, an diesen Szenen mitzuwirken. Die Proben haben bereits begonnen. Die Einstudierung hat Georg Hammerl übernommen, der früher auch im Theater in Leuchtenberg mitgewirkt hat.

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