Benefizkonzert für Kirchenrenovierung
„Das Leben ist immer lebensgefährlich“

Das Vokalensemble "ChorDiSono" und das Moosbacher Bläserensemble boten beim Benefizkonzert für die Kirchensanierung ein abwechslungsreiches Programm. Das Publikum war hellauf begeistert. Bild: gi
Kultur
Moosbach
04.01.2017
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Beim Benefizkonzert für die Kirchenrenovierung traten das Bläserensemble Moosbach unter Leitung von Franz Sturm und das Vokalensemble "ChorDiSono" aus Weiden im Gotteshaus auf. Die zwölf Sänger um Dirigent Alexander Meiler und Pianist Wolfgang Dirscherl sowie Roland Assion an der Orgel führten die Zuhörer auf eine Reise durch verschiedene Musikstile vom traditionellen Kirchenlied über Gospel bis hin zu Soul und Pop.

Kritische Worte

Sprecherin Andrea Hofmann fand die richtigen, aber auch kritischen Worte zwischen den Musikstücken: "Wir feiern bis Dreikönig die Geburt des Herrn, aber in den Bäckereien werden jetzt schon Osterhasen angepriesen." Ein grandioser Auftakt gelang den Sängern und Bläsern mit dem "Transeamus", den Entschluss der Hirten nach Bethlehem zu gehen und danach dem "Tochter Zion".

"Et Misericordia" von John Rutter (1990) mit Gesangssolistin Uschi Steppert faszinierte die Zuhörer. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Stück "God rest you merry gentlemen" erinnerte an die Verkündung der Geburt. Natürlich hatte "ChorDiSono" auch den "Santa Claus" im Repertoire. An ein afroamerikanisches Spiritual, das während des Sezessionskrieg in den USA entstand, erinnerte "Go tell it on the mountain", zu dem Steppert sang. "Wird das Leben im neuen Jahr besser oder schlechter?", fragte sich Sprecherin Hofmann. Frei nach Erich Kästner antwortete sie: "Sind wir ehrlich, das Leben ist immer lebensgefährlich."

Mit einem Wiegenlied endete ein Programm, das mit einem fast nicht enden wollenden Applaus belohnt wurde. Sänger und Bläser verließen deshalb erst nach den Zugaben, unter anderem "Stille Nacht, heilige Nacht", den Altarraum. Dazu sangen alle Zuhörer mit. Pfarrer Josef Most freute sich über die phantastischen Stimmen und die schönen Klangkörper. Er dankte Musikanten, Sänger und Dirigenten "für diese schöne Stunde, die wir geschenkt bekommen haben". Er nannte es einen schönen Start ins Festjahr 2017.

Ohne Gage

Besonders freute sich der Geistliche aber, dass die Musikanten und alle Sänger auf jegliche Gage verzichteten. Die Einnahmen kommen der Kirchenrenovierung zugute. Darauf sei die Pfarrei dringend angewiesen, denn die Außensanierung habe bislang schon eine Million Euro verschlungen. Aber es komme ja noch die Innenrenovierung. Da sei jeder Euro wichtig.
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