Schloss Burgtreswitz
Von der Ruine zum Denkmal

Alle Hände voll zu tun hatten Helene Rolle und Peter Garreiss am Tag des offenen Denkmals im Schloss Burgtreswitz. In historischen Gewändern führten sie die Besucher durch das über 800 Jahre alte Gebäude. Bild: gi
Kultur
Moosbach
11.09.2017
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Viele historische Bilder und Fotos öffnen einen Blick in die Vergangenheit von Burg und Schloss Burgtreswitz. Beim Tag des offenen Denkmals wird deutlich, warum das Gebäude vor 30 Jahren noch eine Ruine war und was sich seitdem alles getan hat.

Zahlreiche Besucher aus der Oberpfalz informierten sich am Sonntag über den Fortgang der Restaurierungsarbeiten. Die Arbeit des Fördervereins hat das Schloss aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Bei großem Andrang lotsten die historisch gekleideten Führer Helene Rolle und Peter Garreiss die Gäste durch das Gebäude.

Im Mittelpunkt standen die Wohnung der Pfleger und Richter mit dem heutigen Trauungszimmer des Standesamts Moosbach, das historische Schlafzimmer, die Schusterwerkstatt, das Jagd- und Fischereimuseum und die Infostelle des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald. In der Folterkammer wurden die Besucher mit allerhand Grausamkeiten der Rechtsprechung des Mittelalters konfrontiert. Die Schlossführer wiesen auf die vielseitige Nutzung des Schlosses hin. Jährlich kommen etwa 6000 Besucher. Garreiss und Rolle informierten auch über die Revitalisierung des früheren Rittersaals im Ostflügel, die nach zehnjähriger Bauzeit nun endlich abgeschlossen wurde.

Die Besucher waren von dem Wandbehang der Neustädter Künstlerin Lilo Fischer restlos begeistert. Besonders freute es die Teilnehmer auch, dass das Schloss barrierefrei umgebaut worden ist. Durch den Personenaufzug können Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte vom Erdgeschoss oder dem ersten Stockwerk den Dachboden erreichen. Einige testeten gleich den Lift.

Zeitreise im SchlossHelene Rolle und Peter Garreiss wiesen auf die beiden nächsten großen Veranstaltungen im Schloss Burgtreswitz hin. Am Samstag und Sonntag, 30. September und 1. Oktober geht die zweite Zeitreise ins 18. Jahrhundert über die Bühne. Eine Gruppe von Darstellern aus Deutschland versucht dabei, die Zeit des Rokoko möglichst authentisch zu zeigen. Am zweiten Adventswochenende (Samstag und Sonntag, 8. und 9. Dezember) ist der Weihnachtsmarkt. (gi)
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