Sünden der Männer auf
Tänzchen mit Schrägschrauben

Die "Schrägschrauben" wagen auch ein Tänzchen mit Bürgermeister Hermann Ach und Gemeinderat Hans Maier (links). Bild: gi
Kultur
Moosbach
18.10.2017
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Für die "Schrägschrauben" ist klar: "Ein Mann muss schön sein, klug sind wir selber." Um das zu testen, stehen auf einmal auch Bürgermeister Hermann Ach und Marktrat Hans Maier auf der Bühne.

Nicht viele Männer kamen in den voll besetzen Rathaussaal, denn er war zu 80 Prozent mit Frauen besetzt. Offenbar waren die Herren schon vorgewarnt. So mussten sie nicht hören, dass sie nie Klopapier nachfüllen, Socken unter dem Sofa liegen lassen und keine Kritik vertragen. Die Leiterin des Büchereiteams Moosbach, Claudia Landgraf, hieß die vielen Gäste willkommen.

Monika Helmstreit und Regina Diegel eröffneten mit Politik den Reigen. Dabei erhielten sie musikalische Unterstützung von Bernhard Helmstreit (Bass) und Christian Denz (Gitarre). Dabei durfte Trump ("Kein Ami hat den gewählt") ebenso nicht fehlen wie eine Wahlanalyse ("Schuld am Wahlausgang sind die anderen").

Das Publikum half anschließend mit, Reime für ein Geburtstagsgedicht an Onkel Eberhard zu schreiben. Im rheinischen Dialekt kam der Nachwuchs an die Reihe. So verblöde die Jugend immer mehr durch die Smartphones. Sie schwelgten in Erinnerungen an frühere nachmittägliche Fernsehsendungen mit jugendfreiem Inhalt.

"Ich mache ihn nie wieder Pilze", gelobte eine "Schrägschraube" nach der Beerdigung ihres toten Ehemannes. Verständnis zeigten sie für die Holländer, die nicht zur Fußball-WM nach Russland fahren dürfen. "Die haben wegen der Krim absichtlich verloren."

Und immer wieder zurück zu den Männern: "Die haben früher besser gerochen". Oder: "Ein Mann muss tun, was ein Mann eben doch tun muss." Auch von einer "Dessous-Party" konnten sie berichten. Der über die schwarze Reizwäsche erschrockene Ehemann fragte: "Is' was los mit Oma?"

Am Ende wurde es ganz laut, denn Bürgermeister Hermann Ach und Marktrat Hans Maier mussten auf der Bühne mit den "Schrägschrauben" tanzen. Auch den lasziven Hüft- und Schulterzucken der beiden Damen eiferten sie nach. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen und sangen und klatschten begeistert mit. Da durften zu Zugaben nicht fehlen. Das Bücherei-Team bot vor der Darbietung und in der Pause Fingerfood am Büfett an.
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