15.04.2013 - 00:00 Uhr
MoosbachOberpfalz

Junge Fleischrinderzüchter hoffen auf Schützenhilfe aus der Politik Jugend für Tierwohl

Großer Bahnhof auf dem Rotviehbetrieb von Erika Sauer in Moosbach: Als Vorsitzende des Fleischrinderverbands Bayern, der sich als Interessenvertreter aller rund 7000 Mutterkuhhalter in Bayern versteht, hat sie sich Verstärkung aus der Jugend geholt.

von Redaktion OnetzProfil

Unter ihrer Regie wurde kürzlich der Verein Bayerischer Fleischrinderjungzüchter aus der Taufe gehoben, der helfen soll, junge Leute unter 30 für ein Produktionsverfahren zu begeistern, das wie kaum ein anderes für Biodiversität, Transparenz, Tierwohl, Vielfalt und die Erzeugung hochwertiger regionaler Lebensmittel steht.

Ihren ersten großen Auftritt hatten die Nachwuchs-Verbandsfunktionäre aus allen Teilen Bayerns nun, als sie sich auf Initiative von Erika Sauer mit dem Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses Albert Füracker (CSU) aus Lupburg bei Neumarkt zum Meinungsaustausch trafen. Mit dabei war Landtagskollegin MdL Petra Dettenhöfer.

Hochmotiviert legten die Jungzüchter dar, warum und wie sie von der Politik Unterstützung für die Mutterkuhhaltung in Bayern fordern, einem extensiven Produktionsverfahren, das im wirtschaftlichen Wettbewerb um die knappe Ressource Fläche ohne entsprechende Rahmenbedingungen nicht konkurrenzfähig ist.

Die angesprochenen Themen reichten von der Forderung nach speziellen Prämien für Raufutterfresser oder die Weidehaltung in ganz Bayern über den Erhalt bedrohter Rinderrassen, artgerechte Tierhaltung bis hin zum gesellschaftlichen Beitrag der landwirtschaftlichen Familienbetriebe zum sympathischen Gesicht der Heimat.

Nicht alles machbar

Die beiden Abgeordneten zeigten sich beeindruckt vom Engagement, der Begeisterung und der Fachkompetenz der jungen Leute.

Füracker erläuterte die komplexen Zusammenhänge in der Agrarpolitik verständlich. "Nicht alles, was wünschenswert ist, kann auch verwirklicht werden", schränkte er ein. Dennoch lohne es sich, gerade jetzt für entsprechende Rahmenbedingungen zu kämpfen. Er rief die Jungzüchter auf, auf sich aufmerksam zu machen und "ordentlich zu trommeln". Spontan lud er die Runde abschließend in den Landtag ein.

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