26.02.2018 - 21:04 Uhr
Moosbach

Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Kleinschwand - Etzgersrieth kommt Seit 50 Jahren Anliegen der Bürger

"Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Kleinschwand-Etzgersrieth" heißt lapidar unter Punkt 7 auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Dahinter verbirgt sich eine gute Nachricht.

Die Kleinschwander und Etzgersriether fiebern dem möglichen Ausbau der Strecke von Kleinschwand bis zur Einöde Uchamühle entgegen. Bild: gi
von Peter GarreissProfil

Tännesberg. Dieser Straßenbau sorgte schon Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts für allerhand Aufsehen. Am 14. Oktober 1969 verfügte die Regierung der Oberpfalz die Gründung des bereits 2007 wieder aufgelösten Schulverbandes Moosbach/Tännesberg. Täglich verkehrten Schulbusse zwischen beiden Orten. Weil die Straße zwischen Kleinschwand und Etzgersrieth nicht ausgebaut war, mussten die Busse auf die längere Kreisstraße Tännesberg-Böhmischbruck ausweichen.

machte seine Hausaufgaben und baute 1976 das Teilstück Etzgersrieth bis zur Uchamühle aus. Tännesberg sperrte sich dagegen. In der Sitzung am 22. Februar 2018 gaben die Gemeinderäte endlich mit einem einstimmigen Votum grünes Licht für den Ausbau des Reststückes auf 1300 Metern, was die Bürger sehr begrüßen.

Die Bauarbeiten erledigt die Firma Hartinger aus Kleinschwand für 432 637,88 Euro. Das Ingenieurbüro Bamler aus Vohenstrauß erklärte, dass die Angebotssumme etwa 80 000 Euro unter dem Kostenvoranschlag liege. Der Freistaat Bayern beteiligt sich nach Auskunft von Bürgermeister Max Völkl mit einem Zuschuss von 90 Prozent an den zuwendungsfähigen Kosten.

Bei der Maßnahme werden etwa 95 Durchlässe verlegt. 1600 Kubikmeter Boden werden gelöst und seitlich im Waldbereich wieder eingebaut. 600 Kubikmeter oberste, verschmutze Frostschutzschichten müssen gelöst und 1550 Meter Tiefenentwässerung verlegt werden. Insgesamt werden 2850 Kubikmeter Frostschutz, 7200 Quadratmeter 10 Zentimeter starke Bitumen-Tragschicht, 7200 Quadratmeter Bitumen-Deckschicht (4 Zentimeter) benötigt. 1100 Tonnen Material werden für die Bankette gebraucht. Dazu kommen 2350 Meter Stahlschutzplanken, 26 Stück Schutzplankenabsenkungen à 12 Meter und 65 Leitpfosten aus Kunststoff.

Bürgermeister Völkl informierte die Gemeinderäte auch über die Besprechung der "Neue Energien Naturparkland eG" (NENA) in Moosbach. So soll ein Konzept für Klärschlammtrocknung und kostengünstige Entsorgung durch das Institut für Energieinformatik Amberg (ITI) an der OTH Amberg/Weiden ausgearbeitet werden.

Völkl erklärte weiter, dass die Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg/Leuchtenberg aufgrund des personellen Engpasses einige Bereiche, etwa die Kassensachen, an die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung auslagern will.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.