Bürgermeister Hermann Ach erklärt Zusammensetzung der Delegation
Achs Auswahl

Hermann Ach. Bild: gi
Politik
Moosbach
12.01.2017
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Die Zusammensetzung der fünfköpfigen Delegation, die bei Heimatminister Markus Söder um die Übernahme der Schirmherrschaft für das Moosbacher Heimatfest gebeten hatte, hat Diskussionen ausgelöst. Bürgermeister Hermann Ach kann dies allerdings nicht nachvollziehen.

In zwei Leserbriefen hatten Politiker und ein Bürger angeprangert, dass die fünf Leute allesamt der CSU angehören. Die drei Fraktionssprecher von FWU, SPD und UWG äußerten in einem Schreiben ihr Unverständnis, dass keiner von ihnen mit zu Söder nach München fahren durfte. Sie stellten daher in den Raum, dass es sich um "eine rein politische Delegation der CSU gehandelt hat". In die gleiche Kerbe schlug in dem anderen Brief Johann Hanauer. Laut dem Moosbacher habe der Vorgang ein "Gschmäckle".

"Natürlich habe ich mir lange Gedanken gemacht, wer alles mitfährt. Meiner Meinung nach waren und sind das genau die richtigen Leute", äußert sich Ach zu den Vorwürfen. Mit Politik habe dies nichts zu tun. "Die Auswahl war richtig." Jede einzelne Personalie könne er erklären.

Persönliche Animositäten

Dass Altbürgermeister Hans Roßmann bei so einem Termin dabei ist, sei ganz logisch. "Er hat selber drei Heimatfeste mitorganisiert. Da ist es doch selbstverständlich, ihn mitzunehmen." Hanauer habe zudem persönliche Animositäten gegenüber Roßmann, erklärt der Rathauschef die anderen Vorwürfe.

Markträtin Erika Sauer habe definitiv über Staatssekretär Albert Füracker den Kontakt zu Söder hergestellt. "Jeder weiß, wie schwierig es ist, einen persönlichen Termin beim Minister zu bekommen." Daher sei klar gewesen, dass sie dabei ist. Unstrittig sei auch die Auswahl von Sandro Stefinger gewesen, da dieser Chef des Ausschusses "Programmgestaltung" ist.

Der dienstälteste Marktrat ist Josef Schafbauer. "Er hat mehr Heimatfeste als die anderen Räte mitbegleitet und hat viel Wissen in diesem Bereich. Daher habe ich mich für ihn entschieden", begründet Ach. In diesem Zusammenhang wäre daher der nächste auf der Liste Karl Liebl von der SPD gewesen.

Nicht zu großer Kreis

Insgesamt wollte der Rathauschef aber den Kreis nicht zu groß werden lassen: "Im Mittelpunkt stand auch das persönliche Gespräch mit dem Heimatminister. Daher habe ich mich für eine kleine Delegation entschieden." Diese Auswahl würde er immer wieder so treffen. "Wir können ja nicht mit einem Bus nach München fahren." Auswirkungen auf den Gemeinschaftsgeist und die Zusammenarbeit zum Heimatfest befürchtet Ach nicht. "Jeder Bürger kann die Vorwürfe doch einordnen." Er freue sich riesig darauf, dass Söder persönlich zum Fest komme.

Natürlich habe ich mir lange Gedanken gemacht, wer alles mitfährt. Meiner Meinung nach waren und sind das genau die richtigen Leute.Bürgermeister Hermann Ach
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