Marktrat diskutiert über den Bebauungsplan "Steinling III"
Wendehammer zu klein

Der leichte Schneeüberzug macht die Größe des Wendehammers deutlich, der für Müllfahrzeuge zu klein ist. Bild: bey
Politik
Moosbach
21.02.2018
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Der Moosbacher Marktrat beschäftigt sich erneut mit dem Bebauungsplan "Steinling III". Dabei kommt es zu einigen Änderungen.

Das Gremium erhob am Dienstag auf Vorschlag von Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch die vorgeschlagenen Stellungnahmen zu den Äußerungen der Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange zum Beschluss. Als problematisch zeigten sich die Größen der zwei Wendehammer. Das Sachgebiet Abfallrecht beim Landratsamt nannte die dafür eingeplanten Flächen zu klein, weil ein Müllfahrzeug dort nicht wenden könne.

Lösch legte deshalb eine geänderte Planung mit einer Vergrößerung der Wendehammer vor, ohne dabei in die Fläche von Baugrundstücken eingreifen zu müssen. Dennoch werden die Eigentümer der Bauparzellen drei bis neun aufmerksam gemacht, dass es möglich werden könne, die Müllgefäße vom Hausgrundstück entfernt zur Entleerung bereitzustellen.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatte angeregt, in den Einfriedungen, die an landwirtschaftlich genutzte Flächen angrenzen, keine Türen zuzulassen. Ebenso legt diese Behörde Wert darauf, dass landwirtschaftliche Grundstücke durch Versickerung von Niederschlagswasser auf den Bauparzellen nicht vernässt werden dürfen. Der Hinweis, dass durch die Nähe landwirtschaftlicher Betriebe Geruchsbelästigungen für die Hausbesitzer auftreten können, wies Bürgermeister Hermann Ach mit dem Hinweis zurück, dass seitens des Sachgebietes Technischer Umweltschutz beim Landratsamt Neustadt diesbezüglich keine negative Stellungnahme abgegeben wurde.

Der Bund Naturschutz prangerte den Flächenverbrauch an und forderte eine Änderung der Bebauung. Der Rathauschef machte deutlich, dass sich aus der Änderung des Bebauungsplans keine Flächenmehrung ergibt. Der Bund Naturschutz spricht sich auch für eine Versickerung des Niederschlagswassers auf den Baugrundstücken aus. "Diese Forderung stellte das Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörde nicht", betonte Ach.

Ebenso sei es möglich, dass die Grundstückseigentümer durch ein Bodengutachten beweisen könnten, dass eine Versickerung nicht möglich sei. Die Ansicht des Bunds Naturschutz, dass dieses Baugebiet zum Artensterben beitrage, ließ die Besucher der Marktratssitzung und das Gremium schmunzeln. "Das Artensterben hat seine Ursache im großflächigen Ausbau der Industrie", meinte der Bürgermeister.

Der Bitte der Höheren Landesplanungsbehörde auf Ausbau des Baugebiets in kleinen Abschnitten wird der Markt nachkommen. Die vorgeschlagene Rückplanung des Baugebiets zur Vermeidung von Flächenverbrauch nannte Ach kontraproduktiv und nicht entschädigungsfrei möglich.

Wegen dieser Änderungen erfolgt eine nochmalige Auslegung mit verkürzter Frist. Um das Verfahren zeitnah fortzusetzen, wird die nächste Marktratssitzung auf Montag, 20. März, vorgezogen. Einstimmig beschloss das Gremium, die im Baugebiet "Steinling III" fertiggestellten Abschnitte der Straßen "Lange Gasse", "Ahornweg" und "Birkenweg" als Ortsstraßen zu widmen.

Info-Veranstaltung zum WindkraftprojektEs kommt wieder Bewegung in die geplante Aufstellung von maximal fünf Windrädern im Waldgebiet "Bromberg" bei Gaisheim. Wie Bürgermeister Hermann Ach auf NT-Nachfrage mitteilte, war am Montag im Rathaus eine nicht-öffentliche Versammlung mit betroffenen Grundstücksbesitzern. Laut dem Rathauschef sind Fluren aus dem Landkreis Schwandorf nicht betroffen. Am Montag, 12. März, ist um 20 Uhr, vermutlich im Rathaussaal, eine Info-Veranstaltung zu dem Windkraftprojekt mit der Firma Juwi geplant. (bey)
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