28.08.2017 - 20:00 Uhr
MoosbachOberpfalz

40 Jahre Kapelle Isgier Schutz in der Dorfgemeinschaft

Pfarrer Wolfgang Hastler weihte am 27. August 1977 die Kapelle in Isgier. 40 Jahre später erinnern die Dorfbewohner mit einem Fest und vielen Gästen daran.

Viele Gäste kamen am Sonntagvormittag nach Isgier, um mit Pfarrer Hans Ring die Festmesse zu feiern. Bilder: gi (2)
von Peter GarreissProfil

Isgier. Der kleine Ort feierte deshalb am Sonntag groß auf. Viele ehemalige Bewohner folgten der Einladung und kehrten in ihre alte Heimat zurück. 25 Vereine zogen mit ihren Fahnenabordnungen zu dem kleinen Gotteshaus mitten im Dorf. Dazu spielten die Moosbacher Musikanten unter der Leitung von Franz Sturm.

Im Namen der Dorfgemeinschaft begrüßte Andreas Kindl die Gäste. "Vor genau 40 Jahren wurde diese Kapelle von den Dorfleuten und der Marktgemeinde Moosbach gebaut", erläuterte er stolz. Sie wurde am 27. August 1977 vom damaligen Pfarrer Hastler aus Burkhardsrieth geweiht. Leider könne der Geistliche aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein. Kindl bezeichnete die Kapelle durch die regelmäßigen Messen als Mittelpunkt für das Dorf und als sichtbaren Beweis einer intakten Dorfgemeinschaft.

Festlich gestaltete Stadtpfarrer Hans Ring mit seinen Messdienern den Gottesdienst. Dabei begeisterte vor allem die Predigt. Es ging um das Feuer des Glaubens, das durch eine gute Dorfgemeinschaft am Leben gehalten werde. Natürlich gebe es daran immer etwas auszusetzen. "Schmerzlich erleben wir, was über Jahrzehnte bei den Domspatzen passiert ist." Auch die Kirche habe ihre Fehler und Kanten.

"Ist es deshalb angebracht von der Kirche wegzugehen und alleine zu glauben?", fragte der Pfarrer. Die Antwort darauf schob er gleich selber hinterher: "Ich denke nicht, denn der Einzelne braucht die Gemeinschaft." Keiner glaube für sich alleine. Und wer christlich glauben wolle, der könne den Nächsten nicht übersehen, denn er brauche ihn.

"Wir feiern also nicht nur das Jubiläum dieser Kapelle in Isgier aus Stein, sondern auch die Gemeinschaft aus Menschen, die sich hier zur Eucharistie, zur Taufe, zum Rosenkranz für einen Verstorbenen des Dorfes versammelt." Der Geistliche rief alle dazu auf, diesen Tag als Erinnerung zu nutzen, dass nicht jeder für sich selbst lebt und glaubt, sondern in einer Gemeinschaft des Dorfes eingebettet und geschützt ist.

Die Lesungen übernahm Antonia Landgraf. Festlich umrahmten die Moosbacher Musikanten die Messe. Bürgermeister Hermann Ach sprach von einem Jubeltag für Isgier. Er nannte den Kapellenbau und den Unterhalt ein Gemeinschaftswerk. Sein Dank galt allen, die das Gotteshaus pflegen. Der Markt sei Besitzer von zehn Kapellen. 1972 habe sich die Kommune im Zuge der Verhandlungen über die Eingemeindungen zum Bau von zehn neuen Kapellen verpflichtet. Allen, die in den vergangenen Wochen das Gotteshaus saniert haben, galt sein Dank. Nun erstrahle es wieder in neuem Glanze.

Stellvertretend für alle Dorfbewohner überreichte der Rathauschef an Josef Kindl und Georg Landgraf eine Geldspende für den Unterhalt. Gemeinsam sangen am Ende alle das "Großer Gott wie loben Dich". Dann zogen die Gäste zum Festplatz. Den ganzen Tag gab ein Kommen und Gehen. Viele konnten ein Wiedersehen mit alten, lange nicht mehr gesehenen Freund feiern. Dazu unterhielt "Bernie" die Gäste.

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