90 Jahre Kolpingsfamilie Moosbach
Premieren, Papst und Partys

Diese Burschen und Männer haben 1926 die Kolpingsfamilie in Moosbach gegründet. Repro: gi
Vermischtes
Moosbach
30.11.2016
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In den 90 Jahren seit ihrer Gründung hat die Kolpingsfamilie Moosbach schon viel erlebt. Beim Jubiläum werden viele Erinnerungen wieder wach.

Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche begann die 90-Jahr-Feier. Das Bläserquartett spielte auf und Petra Forster entzündete am Altar eine Kerze für die verstorbenen Vorsitzenden und Präses. Anschließend folgte im Pfarrheim ein Festakt mit vielen Ehrengästen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Geschichte der Organisation.

Die Gründungsmitglieder

Altbürgermeister Hans Roßmann erinnerte an das Frühjahr 1926, als der Schreinergeselle Hans Hierold nach monatelangem Aufenthalt in Ravensburg nach Moosbach zurückkehrte und die Kolpingsfamilie mit folgenden Männern gründete: Anton Lang, Karl Müller, Franz Selch, Präses Josef Graml, Hans Hierold, Josef Huber, Hans Völkl (Saubersrieth), Georg Schmidt, Hans Wild, Ludwig Baier, Hans Hammer, Franz Weiß, Andreas Wittmann, Ludwig Biehler, Konrad Lingl, Karl Steinberger, Karl Danzer, Jakob Schweigl, Josef Saller, Hans Huber (Lohma), Andreas Klug, Florian Hagn, Wilhelm Schaller (Lohma), Karl Stefinger, Georg Bennerl, Hans Prem, Hans Roßmann, Karl Lang und Josef Kopp. Sofort begannen die Burschen mit dem Theaterspielen. Damit hatten sie bald den Grundstock beisammen, eine Vereinsfahne zu kaufen, die an Christi Himmelfahrt 1927 geweiht wurde.

Bis 1933 wuchs die Kolpingsfamilie zusehends. Nach der Machtergreifung durch die Nazis hieß sie nicht mehr Kolpingsfamilie, sondern Gesellenverein. Beim 1. Deutschen Gesellentag in München im Juni 1933 kam es zu wüsten Straßenschlachten. Ab 1945 führten die Kolpingsfamilie ihre Arbeit weiter. Pfarrer Georg Kiener sammelte die aus dem Krieg heimgekehrten Männer um sich. Präses und Benefiziat Martin Nerb unterstützte ihn. 1951 feierten die Moosbacher das 25-jährige Bestehen. 1952 bis 1956 führte Präses Johann Weiß regelmäßige Versammlungen mit den vielfältigsten Themen ein. Auch das Theaterspielen lebte wieder auf. In die Zeit von Präses Josef Götz (1959 bis 1963) fiel die Gründung einer Jungkolping-Gruppe. In diese Zeit fällt auch der Neubau der Kindergartens mit Pfarrsaal und des Schwesternhauses. Die Kolpingfamilie leistete dazu beachtliche Dienste.

Präses Josef Schart und Willi Legat (1964 bis 1970) boten ein reichhaltiges Bildungsprogramm. Ab 1971 bis 1976 übernahm Pfarrer Josef Fromm das Amt des Präses. Theaterspielen, der Besuch von Exerzitien, Partys und viele Info-Versammlungen standen im Kalender. Der frühere Vorsitzende und heutige Diakon Herbert Sturm blickte auf die Zeit von 1980 bis 1994 zurück, in der die segensreiche Arbeit in der Kolpingsfamilie fortgeführt wurde. In dieser Zeit wurde regelmäßig Theater gespielt. Mit Stücken wie "Der Bettler vom Pfreimdtal" knüpften die Verantwortlichen an die große Theatertradition der Kolpingsfamilie an.

Aus nächster Nähe

Höhepunkt war 1991 die Teilnahme an der Seligsprechung von Adolph Kolping in Rom mit 50 000 Kolpinganhängern. Die Moosbacher hatten sogar die Möglichkeit, den damaligen Papst Johannes Paul II. bei einer Audienz aus nächster Nähe zu sehen und ihm die Hände zu reichen. 1994 wurde der Familienkreis gegründet.
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