10.07.2017 - 15:58 Uhr
MoosbachOberpfalz

Aktion Gartenvielfalt in Moosbach Kleine grüne Paradiese

Immer mehr Menschen suchen die Verbundenheit zur Natur. Im Garten erleben sie den Wechsel der Jahreszeiten, das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen und Sträuchern sowie den Einfluss des Wetters.

Im Garten von Gerlinde Rom in Tröbes gibt es viel zu entdecken.
von Peter GarreissProfil

(gi) Für mehrere Tausend Besucher öffneten am Sonntag zwölf Familien der Marktgemeinde ihre Gärten zur Aktion "Gartenvielfalt". Gärten aus Moosbach, Burgtreswitz, Gaisheim, Tröbes, Gröbenstädt-Siedlung und Heumaden standen sechs Stunden für die Besucher offen.

Der Startschuss fiel im Kurpark durch Bürgermeister Hermann Ach. Er dankte der Organisatorin Claudia Rieß vom Touristikbüro für die hervorragende Arbeit. Ach bezeichnete Gärten heutzutage als oft den einzigen Ort für Menschen, die einen Zugang zur Natur suchen. Gärten "bieten ihnen einen Ausgleich zu unserer technisierten und hektischen Welt".

Große Vielfalt

Für viele Menschen bedeuten Gärten auch Erholung und Entspannung, eine kleine Naturoase auf sich wirken zu lassen und dafür zu sorgen, solche grünen Paradiese zu schaffen. Nicht von ungefähr sei es seit einiger Zeit in den Großstädten Trend, Dachgärten anzulegen und Häuserfluchten zu begrünen. "Wir Menschen brauchen das Grün - als Labsal für die Augen und als Lieferant von Sauerstoff", erinnerte Bürgermeister Ach. Es dürften ungefähr 7000 Besucher gewesen sein, die sich von der Vielfalt der Gärten überzeugten und Anregungen sowie Ratschläge und Pflanzen mit nach Hause nahmen.

Die hohe Kunst des Gärtnerns wurde an diesem Tag rege ausgetauscht. Jeder Garten war für sich ein kleines Paradies. Im Mittelpunkt des Gartens von Marianne und Kerstin Bodensteiner standen die in Stein gefassten Hochbeete. Bei Elisabeth und Markus Sichert gefielen den Besuchern besonders der romantische Innenhof mit altem Mauerwerk und gemütlichen Sitzecken.

Im Pfarrgarten dominierten die liebevoll gepflegten Beete mit Gemüse, Kräutern von Hildegard von Bingen sowie Blumen, Rosen und Stauden durch den Frauenbund. Mit Hollerwasser, Kaffee- und Kirwakuchen sowie frischen Hefeküchln wurden die Gäste versorgt. Auch im Garten von Claudia und Peter Rieß standen die Rosen im Mittelpunkt. Passend dazu gab es gekühlten Rosensaft als Durstlöscher. Buchs, Bambus, Gräser, Kies und Formgehölze waren die beherrschenden Elemente im Garten von Sandra Frischholz. Hier standen Zitronenwasser und Melonen zur Auswahl. Sehr gut gefiel den Besuchern das Landhäuschen im englischen Stil im Garten von Denise Kaiser. Sitzecken unter schattigen Stauden und Bäumen sowie Gartenteich und plätscherndes Wasser im Bachlauf luden zum Verweilen ein. Bei Elisabeth Schieder bewunderten die Gäste die Ruinenmauer im großen, parkähnlichen Areal.

Echter Bauerngarten

Der urige Holzzaun im Kräutergarten von Claudia Schmid in Gaisheim war ein echter Blickfang. Sie reichte erfrischende Getränke aus ihrer Hexenküche. Beim Gang durch den Garten von Claudia und Christian Landgraf fielen die vielen Gehölze, Stauden, der Steingarten sowie die Beerenecke ins Auge. Glückliche Hühner, Zwerghühner, Wachteln und Zebrafinken waren zu sehen, das Baumhaus gefiel vor allem den Kinder.

Einen echten Bauerngarten vor dem Haus mit allen möglichen Kräutern hat Elisabeth Kraus in Heumaden. Bei Bettina und Josef Hofmeister kamen die Gäste bei den vielen Dekorationen mit Blumen und Gartenecken fast ins Träumen. Ein kleiner Teich mit Wasserspiel sorgte für Bewegung. Mit Essen und Getränken zugunsten der Palliativstation Neustadt wurden hier die Gäste versorgt.

Eine riesige Fläche mit Rosen, reichhaltiger Blumenschmuck, vielfältige Stauden, Gehölze und Nutzgarten waren bei Gerlinde Rom bei dem Mehrgenerationen-Garten zu bewundern. Dazwischen waren Gewächs- und Gartenhaus gut integriert. Die geschmackvollen und vielseitigen Gartengestaltung stieß auf viel Bewunderung. Außerdem reichte eine Auswahl an Erfrischung von Lavendel- bis Erdbeerwasser.

Wir Menschen brauchen das Grün - als Labsal für die Augen und als Lieferant von Sauerstoff.Bürgermeister Hermann Ach

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