14.02.2018 - 20:00 Uhr
Moosbach

Beliebter Ruhestandsgeistlicher Trauer um Hermann Schötz

Große Betroffenheit in Moosbach: Der sehr geschätzte und beliebte Ruhestandsgeistliche Hermann Schötz ist am Montag im Alter von 77 Jahren in seiner Wohnung gestorben.

Als Ruhestandsgeistlichen haben die Moosbacher Gläubigen Hermann Schötz sehr geschätzt. Archivbild: gi
von Peter GarreissProfil

Der Seelsorger kam am 27. Juli 1940 als Kind der Eltern Johann und Maria Schötz zur Welt. Er war das jüngste von sieben Kindern. Zwei Geschwister starben bereits im Kindesalter, Schwester Berta folgte 2015. Schötz wuchs in Moosbach auf. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte Schötz 1952 in Regensburg ins Alte Gymnasium (heute Albertus-Magnus-Gymnasium) und trat ins Bischöfliche Knabenseminar ein.

1961 machte er Abitur, ging ins Priesterseminar und studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg und von 1963 bis 1966 in Freiburg an der Theologischen Fakultät. Schötz verbrachte ein Diakonatsjahr in Regensburg. Am 29. Juni 1967 weihte Bischof Rudolf Graber den Moosbacher in Regensburg zum Priester. Die erste Kaplanstelle trat er 1967 bis 1969 in Gangkofen an.

Es folgten acht Jahre Studium in Freiburg. In der Zeit war Schötz auch Kaplan. 1978 wurde er Pfarrer in Essing im Altmühltal. Dort kümmerte sich besonders um die Jugendarbeit. Er gründete den Frauenbund und wirkte im Männerkreis, in der Schule und im Bibelkreis mit. Er forcierte die Seniorenarbeit, sanierte und renovierte Pfarrhaus, Pfarrkirche sowie Friedhof und schuf Jugendräume.

Nach elf Jahren in Essing kam der Moosbacher 1989 als Stadtpfarrer nach Marktredwitz. Dort warteten zur Zeit der Wende große Aufgaben auf ihn. Viele Menschen aus der ehemaligen DDR, Spätaussiedler aus Polen und aus Kasachstan suchten in seiner Pfarrei eine neue Heimat. Um Schule, Jugend, Kolping und Altenwerk musste er sich kümmern. Bibelkreis und Bibelseminare, ökonomische Bibeltage und Gottesdienste waren zu organisieren.

Neben der Stadt Marktredwitz hatte er auch noch die Filiale St. Marien und die Expositur St. Michael in Brand zu betreuen. Sein ganzer Einsatz als "Baumeister" war bei der Renovierung der Pfarrkirche Herz Jesu, der Expositurkirche Brand sowie der Erweiterung und Renovierung des Kindergartens notwendig. Seit 1979 stand ihm seine Schwester Maria als Pfarrhausfrau zur Seite.

Im Ruhestand zog es ihn 2008 in seinen Geburtsort Moosbach zurück. Seitdem feierte er in den Kirchen der Pfarrei Gottesdienste, wofür Bevölkerung und Pfarrei ihm sehr dankbar waren. Im vergangenen Jahr beging er das 50. Priesterjubiläum.

Sterberosenkranz ist heute um 18.30 Uhr, am Freitag, 16. Februar, um 19 Uhr und am Samstag, 17. Februar, um 9.30 Uhr. Das Requiem beginnt am Samstag um 10 Uhr in der Pfarrkirche, anschließend folgt die Beerdigung auf dem Friedhof.

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