03.07.2017 - 17:18 Uhr
MoosbachOberpfalz

Ereignisreiches Wochenende für die Pfarrei Moosbach Geschichte des Aufbrechens

Mit zwei Priesterjubiläen und dem Kirchenpatrozinium feiert die Pfarrei Moosbach am Sonntag ein großes Fest. Die Zahl 50 ist dabei allgegenwärtig.

von Peter GarreissProfil

(gi) Die Pfarrkirche St. Peter und Paul war überfüllt, als die Heimatpriester, Stadtpfarrer i. R. Hermann Schötz und Prälat und Professor Dr. Alfred Egid Hierold, mit Geistlichen und Ministranten in das Gotteshaus einzogen. Vor dem Altar lag ein wunderschöner Blumenteppich, gestaltet vom Frauenbund.

Vor genau 50 Jahren, am 29. Juni 1967, wurden beide im Regensburger Dom zu Priestern geweiht. Vorher hatten die Moosbacher Musikanten die anwesenden zwanzig Vereine und Bürger zur Kirche geleitet. Mit der Pastoralmesse, "Missa brevis in G" von Mozart, zeigte sich der Kirchenchor Moosbach und Tröbes mit Orchesterbegleitung unter Leitung von Sven Biermeier und Karl Beugler an der Orgel von seiner besten Seite.

Die Kommunionkinder bildeten ein Spalier zum Einzug, das die Geistlichkeit auf dem Weg zum Altar durchschreiten musste. Mit Gedichten, die sie mit Anni Hierold einstudiert hatten, erinnerten sie die zwei Jubelpriester an deren Lebensweg zum Seelsorger und bis hin zum Jubiläum.

Pfarrer i. R. Hermann Schötz und Prälat und Professor Dr. Alfred Egid Hierold feierten mit Pater Berthold Brandl aus Österreich, dem ehemaligen Dompfarrer und Prälaten Hermann Hierold, Geistlichen Rat Josef Most sowie Diakon Herbert Sturm den Dank- und Festgottesdienst. Dabei wurde auch an die Kirchenpatrone gedacht.

Jesus sichtbar machen

Pfarrer Most verwies bei der Begrüßung der Jubilare an deren Schwur, ihr Adsum ("Seid ihr bereit"), den sie vor 50 Jahren vor dem Regensburger Bischof bei der Priesterweihe gegeben hatten. Most begrüßte die vielen Gläubigen, Verwandte und Weggefährten und vor allem den Festredner Hermann Hierold. Auch eine Delegation aus Bamberg war gekommen.

Most erinnerte daran, dass Schötz nach der Priesterweihe als Kaplan in Gangkofen und Freiburg sowie als Pfarrer in Essing und Marktredwitz gewirkt habe. Alfred Egid Hierold wirkte zunächst als Kaplan in Eggenfelden und München und anschließend vor allem als Mann der Wissenschaft, als Professor und Rektor an der Universität Bamberg.

Prälat Hermann Hierold sah in der Tatsache, dass zwei Menschen fünfzig Jahre als Priester Gott und den Menschen gedient haben und heute noch als Ruheständler froh und ungebrochen ihr Priestersein leben, die Pfarrei verpflichtet, dieses Jubiläum zu feiern. Dabei würden aber die beiden nicht als Menschen im Vordergrund stehen, sondern dass durch ihr Wirken das Priestertum Jesu Christi sichtbar und erfahrbar wird.

Ein Pfarrer sei nicht nur ein Mann Gottes. Er sei dazu berufen und gesandt, auch ein Mann der Menschen in unserer Welt zu sein. Das könne er aber nur sein, wenn er aus der tiefen Verbundenheit mit Gott sich seiner Berufung und Sendung immer neu bewusst sei und sich ihr neu stelle.

"Liebe Jubilare, lieber Hermann, lieber Gide, fünfzig Jahre steht ihr nun im priesterlichen Dienst. Dieser Dienst ist für jeden von euch eine 50-jährige Geschichte des Aufbrechens und Gehens, des Verkündens durch euer Leben und euer Wort, des Heilens im Sakrament und im Alltag, wo immer ihr gewirkt habt und auch jetzt noch im Ruhestand tätig seid. Dafür gebührt euch ein ganz herzliches Vergelt's Gott", schloss Hermann Hierold seine Festrede.

Auch Pater Berthold Brandl ließ es sich nicht nehmen, den beiden zu gratulieren. Er würdigte auch die große Leistung von Pfarrer Most bei der Renovierung der Pfarrkirche. "Du trägst derzeit viele Lasten und Sorgen." Brandl versicherte aber: "Wir sind eine Gemeinschaft. Ich bete mit euch, ich leide mit euch und ich feiere mit euch."

Einsatz für die Heimat

Die Sprecherin des Pfarrgemeinderats Elisabeth Völkl dankte den Jubilaren für die wertvollen Dienste, die sie im Ruhestand für die Pfarrei noch erbringen und überreicht Geschenke. Die Kirchenpfleger Bernhard Rom, Tröbes, und Reinhard Leipold, Etzgersrieth, hatten Blumensträuße dabei. Bürgermeister Hermann Ach schloss sich den Gratulanten an. "Wir danken euch, dass ihr für eure Heimatgemeinde immer da seid." Mit der Bayernhymne und "Großer Gott wir loben dich", endete die eindrucksvolle Feier.

Danach wurden alle Anwesenden zu einem Frühschoppen mit Weißwurstessen in das Festzelt am Kirchplatz eingeladen. Dazu spielten die Moosbacher Musikanten zünftig auf.

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