08.02.2018 - 16:52 Uhr
Moosbach

Feuerwehr sorgt sich um Dach der Dorfkapelle Ödpielmannsberg Moosbefall bereitet Probleme

Ödpielmannsberg. Die Feuerwehr ist der einzige Verein in dem rund 80 Einwohner zählenden Dorf. Sie kümmert sich nicht nur um den Brandschutz, sondern fühlt sich auch als "Mädchen für Alles" im Ort. Momentan sorgt sich die Wehr um die im 18. Jahrhundert errichtete Dorfkapelle.

von Peter GarreissProfil

Die letzte Restaurierung des Gotteshauses liegt fast 40 Jahre zurück. Sorgen bereitet der Wehr das Dach. Die vier Jahrzehnte alte Holzschindeln sind ganz stark von Moos befallen. Dadurch drohen sie zu verfaulen und undichte Stellen am Dach. Beschleunigt wird der Vorgang durch den neben der Kapelle stehenden Laubbaum. Die Wehrleitung hat deshalb einen Fachmann um Untersuchung des Dachstuhls gebeten. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

Zur Geschichte des Kirchleins: Im 18. Jahrhundert erreichte der Ortssprecher Georg Albrecht, dass für die Kapelle die Durchführung einer Sammlung im Amtsbezirk Treswitz vom Kurfürsten genehmigt wurde. In den Jahren 1792, 1886, 1927 und 1980 wurde das Gotteshaus immer wieder saniert.

Bei der Renovierung 1927 geschah etwas Besonderes: Der berühmte Oberpfälzer Maler Ludwig Steininger aus Vohenstrauß erklärte sich bereit, das Altarbild zu malen. Das Bild ist Mittelpunkt des Gotteshauses und mit einem aufwendigen Ornamentrahmen gefasst. Es zeigt die beiden Kirchenpatrone Johannes und Paulus und außerdem eine Ortsansicht von Ödpielmannsberg. Es handelt sich dabei um die älteste vorhandene Ansicht des Dorfs.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp