Gemeinderat spart sich Querung in Burgtreswitz
Geld oder Sicherheit?

Würde eine Querungshilfe in Burgtreswitz für mehr Sicherheit für die Anlieger sorgen? Der Marktrat ist jedenfalls dagegen. Bild: gi
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Moosbach
27.03.2018
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Seit der Landkreis in Burgtreswitz eine neue Pfreimdbrücke gebaut hat, fahren 25 000 Fahrzeuge pro Woche durch den Ort. Die Anlieger sind tagtäglich Lärm, Smog und beim Überqueren der Straße der Gefahr der schnellen Autos ausgesetzt. In der Marktratssitzung diskutierten die Räte erneut über die Installation einer Querungshilfe.

Bürgermeister Hermann Ach erklärte, dass der Landkreis eine Mitfinanzierung ablehnt. Weil nun die Fahrbahndecke der Kreisstraße in Burgtreswitz erneuert wird, bestünde wieder die Möglichkeit, eine Querungshilfe zu schaffen. Die Gemeinde müsse dafür dem Landkreis mitteilen, ob das Rathaus die Kosten übernehme. In der Sitzung am 1. April 2017 hatte das Gremium allerdings Maßnahmen zur Sicherung und Beruhigung des Verkehrs abgelehnt. Dabei wurde von Kosten in Höhe von 20 000 Euro ausgegangen.

Durch die gleichzeitigen Straßenbauarbeiten durch den Landkreis könnten nun vielleicht etwas Kosten gespart werden. Doch Ach rechnete nach Rücksprache mit dem Bauamt trotzdem mit einem Preis von 50 000 Euro. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister sah keine Möglichkeit, diese Kosten im laufenden Haushalt der Kommune unterzubringen.

Konrad Lingl berichtete über Verkehrssicherungsgespräche in der Polizeiinspektion Vohenstrauß. Danach seien auf der Kreisstraße von Vohenstrauß nach Burgtreswitz und Moosbach im vergangenen Jahr 9 Unfälle, 4 durch Wildschäden, 4 Sachschäden und ein Unfall mit Personenschaden passiert. In Burgtreswitz habe es nur ein Kleinunfall gegeben. "Bei diesen Zahlen müssen wir uns gut überlegen, was wir machen."

Für Michael Guttenberger war klar: "Die Gemeinde kann nichts zahlen, denn sie hat andere Probleme." Außerdem sei der Landkreis der Straßenbaulastträger. Der Burgtreswitzer Marktrat Johann Schnupfhagn meinte, im Wahljahr 2018 müsse es doch ein Programm für so etwas geben. Um mehr Informationen zu erhalten sollte testweise ein mobiler Fahrbahnteiler installiert werden. Josef Hierold sprach sich dafür aus, zunächst einen Geschwindigkeitsanzeiger aufzustellen. Das habe eine abschreckende Wirkung. Josef Rauch meinte, die Probleme hätte man schon beim Bau der Pfreimdbrücke bedenken müssen. Lautstarke Einwendungen kamen von Hans Hanauer aus Fluröd. "Ich bin strikt dagegen, dass man Geld für eine Kreisstraße ausgibt und dann weniger Mittel für die Gemeindestraßen hat." Josef Schafbauer meinte: "Wir können uns das nicht leisten. Wenn sich der Landkreis beteiligen würde, sähe ich die Sache anders."

Schließlich stimmte das Gremium mit 8:5 für die Beibehaltung des Beschlusses vom 1. April 2017. Danach wird in Burgtreswitz keine Querungshilfe geschaffen. Dafür waren Erhard Scheuerer, Hans Maier, Rauch, Hans Schnupfhagn und Karl Liebl.
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