16.06.2017 - 15:38 Uhr
MoosbachOberpfalz

Großer Festtag am 25. Juni für die Ortschaft Etzgersrieth: Etzgersrieth feiert 750 Jahre

Etzgersrieth gehört zu den Rodungssiedlungen, die im 11. bis 13. Jahrhunderten entstanden sind. Nun steht der Geburtstag an.

Von weitem sichtbar ist die Kirche von Etzgersrieth. Bereits 1300 war der Ort schon Pfarrei. 1836 brannte das Gotteshaus völlig ab. Bild: gi
von Peter GarreissProfil

(gi) Das Dorf mit seinen 230 Einwohnern feiert am Sonntag, 25. Juni, ein großes Fest. Die Vereinsgemeinschaft und zweiter Bürgermeister Fritz Steinhilber laden zu "750 Jahre Etzgersrieth" ein. "Azgenreuth", wie der Ort früher hieß, war im Besitz der Grafen von Ortenburg-Murach. 1267 schenkten die Muracher dem Spital zu Böhmischbruck einen Hof zu Etzgersrieth und zwei Höfe zu Uchamühle bei Etzgersrieth. Diese Urkunde ist der Nachweis für die 750-jährige Ortsgeschichte.

Der Ort nahm im 13. Jahrhundert eine gute Entwicklung und wurde Pfarreisitz. Erst 2005 wird die Expositur Etzgersrieth in die Pfarrei Moosbach eingegliedert. Im 16. Jahrhundert ist das Dorf geteilt. Die eine Hälfte gehört zum Amt Tännesberg, die andere Hälfte zum Amt Treswitz. Bereits 1580 hatte der Ort eine eigene Schule. Erst etwa 300 Jahre später, im Jahre 1968 wurde diese aufgelöst und in den Schulsprengel Moosbach eingegliedert. Bei den kommunalen Gebietsreformen in Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Etzgersrieth zunächst Steuerdistrikt mit den Ortschaften Rückersrieth, Uchamühle und Pfaffenrieth.

1821 erfolgte die Bildung der Gemeinde Etzgersrieth mit den Orten Pfaffenrieth, Tradlhof und Uchamühle. Diese Gemeinde bestand 150 Jahre. Sie wurde zum 1. April 1972 aufgelöst und in den Markt Moosbach eingegliedert. Ein großer Schicksalsschlag für Etzgersrieth war der große Brand im Jahre 1836. Nur ein Anwesen blieb verschont. Die Bewohner mussten in den Kellern hausen. Aber sie bauten nach Schicksalsschlägen immer wieder ihren Ort auf. Etzgersrieth hat heute eine vorbildliche Infrastruktur.

Die Flurbereinigung ist abgeschlossen. 1968 und 2000 erfolgten großzügige Ausweisungen von Baugebieten. Viele junge Etzgersriether konnten deshalb in ihrer Heimat bleiben. 1951 erfolgte der Neubau einer modernen Wasserversorgung. 1995 wurden neue Quellen erschlossen und das Leitungsnetz erneuert.

Parallel dazu wurde auch die Abwasserbeseitigung gebaut und der Ort an die Kläranlage Böhmischbruck angeschlossen. Etzgersrieth hat mit dem Schützenverein, dem Kriegerverein, der Feuerwehr, dem Faschingsverein, dem Katholischen Frauenbund und der Landjugend ein sehr intaktes Vereinsleben. Mit einem historischen Schauspiel bei der Gastwirtschaft "Floaschbauer" wollen die Etzgersriether an die Geschichte ihres Orts erinnern.

Das Festprogramm am Sonntag, 25. Juni: 8.45 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug beim Kriegerdenkmal, 9 Uhr Festgottesdienst, anschließend Frühschoppen mit "Bayrisch Blech", 11.30 Uhr Mittagessen, am Nachmittag Festbetrieb, 14 Uhr historisches Schauspiel aus der Geschichte von Etzgersrieth und Fotoausstellung beim "Floaschbauer".

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