Interview mit Pfarrer Josef Most nach dem Kirchturmbrand
„Erleichtert, erleichtert“

Pfarrer Josef Most. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
18.05.2017
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Der Schwelbrand auf dem Kirchturmdach in Moosbach hat am Mittwoch für große Aufregung gesorgt. Tags darauf hämmern bereits wieder die Handwerker auf dem Dach. Das Entsetzen bei Pfarrer Josef Most ist purer Erleichterung gewichen.

Seit Monaten verfolgt Pfarrer Josef Most täglich die Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Am Mittwoch schließlich brennt's am Kirchturm (wir berichteten). Über den Schreckmoment und seine Folgen spricht er mit Redakteurin Christine Walbert.

Wie haben Sie den Brand erlebt?

Pfarrer Josef Most: Ich war im Büro, als ich den Rauch bemerkte. Ich bin dann gleich raus und habe gesehen, wie die Arbeiter versucht haben, den Brand mit Kübeln zu löschen. Aber das hat nichts mehr geholfen. Dann kam schon die Feuerwehr. Da war so viel Rauch. Ich hatte große Angst, dass das Feuer auf den Dachstuhl übergreift. Das war schon ein Schlag in die Glieder. Ich dachte nur: "Das auch noch!"

Wie fühlen Sie sich heute, am Tag nach dem Brand?

Erleichtert, erleichtert. Wir sind alle so froh, dass es doch recht glimpflich ausgegangen ist. Gottseidank ist Innen in der Kirche nichts passiert. Das Löschwasser ist nicht bis ins Kircheninnere gelaufen.

Wie geht es jetzt weiter?

Wie bisher. Heute halte ich gleich wieder eine Messe. Wir haben den Schaden der Versicherung gemeldet. Ein Gutachter war schon vor Ort. Ich glaube nicht, dass der Schaden noch höher als die bislang geschätzten 30 0000 Euro ausfallen wird. Das Dacherl kann man reparieren. Und die zeitliche Verzögerung bei den Arbeiten ist zu verschmerzen. Das sind höchstens ein paar Tage.

Moosbacher Heimatfest: Kein ProblemPfarrer Most bleibt auch mit Blick auf das Moosbacher Heimatfest vom 28. Juli bis 7. August entspannt. Denn der Schwelbrand in seiner Pfarrkirche, bei dem 30 000 Euro Schaden entstanden ist, werde das Festprogramm nicht durcheinanderwirbeln. Der Grund: Der Festgottesdienst zum Heimatfest werde in der Wieskirche gefeiert. In der Kirche St. Peter und Paul sei nur das Requiem geplant. "Und das kann genauso auch stattfinden", betont der Seelsorger. (ck)
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