18.05.2017 - 20:00 Uhr
MoosbachOberpfalz

Kräuterexpertin und Autorin Markusine Guthjahr gibt den Siedlern Moosbach Tipps Fit mit Frühlingskräutern

(gi) Nicht umsonst wird die Natur als "Gottes Apotheke" bezeichnet. Begeistert waren die Besucher beim Vortrag über "Frühlingskräuter und Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten" im Gasthaus Bock. Die Kräuterexpertin und Autorin Markusine Guthjahr informierte und gab dazu viele Tipps. Dazu eingeladen hatte die Siedlergemeinschaft.

Die Kräuterexpertin Markusine Guthjahr informierte die Siedler über die Kräuterpflanzen, Erntezeit, Sammelgut bis hin zur Verwendung und Wirkung. Bild: gi
von Peter GarreissProfil

So ging sie auch auf die Birke ein. Die Erntezeit von jungen Blättern sei im Frühjahr. Diese könnten als Tee oder Salat verwendet werden und seien zum Beispiel wassertreibend. Junge Blätter des Bärlauchs sollte man vor der Blüte im Frühjahr ernten und zu Salat, Suppen, Pesto oder als Brotbelag verarbeiten. Hier besteht Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und anderem. Vom Frühjahr bis zum Herbst können Brennnessel, Giersch, Gänseblümchen oder Gundermann gesammelt und verwendet werden. Brennnesseln sind beispielsweise stoffwechselanregend und blutreinigend.

Brunnenkresse ist ein Kreuzblütler und soll vor der Blüte geerntet werden, dagegen die Gartenkresse ganzjährig. Kresse soll man nicht mit kochen und ebenso nicht die Pimpinelle (kleiner Wiesenknopf).

Die Kräuterexpertin spannte den Bogen von der frischen, entschlackenden Würze der ersten Frühlings-Wildkräutersuppen bis zu Rosenrezepten. Als weitere Kräuter nannte sie Löwenzahn, Schafgarbe, Scharbockskraut, Spitzwegerich oder Vogelmiere. Die Referentin schlug vitamin- und nährstoffreiche Kost vor, "die auch alte Hausmittel sind". Guthjahr referierte zudem über die Erntezeit und das Sammelgut. Sie ging auf die Verwendung und deren Wirkung ein. Beim Löwenzahn könnten die jungen Blätter, Blüten und Wurzeln verwendet werden. Daraus können Salate, Sirup, Gelee, Likör und Tee hergestellt werden.

Die Besucher durften verschiedene Brotaufstriche aus Wildkräutern kosten, ebenso Gelee aus Rosenblättern. Die Expertin hatte auch Kräuter zur Besichtigung dabei. Sie erläuterte zudem die Herstellung von Kräuter-Essig und -Ölen. Zum Schluss gab es die Rezepte sowie ein Infoblatt für die Besucher zum Mitnehmen. Vorsitzender Peter Rieß dankte für den lehrreichen Abend und überreichte ein Geschenk.

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