Leichter Anstieg der Gästeübernachtungen
Gäste wollen einkaufen

"Der Anstieg der Übernachtungszahlen auf 23 069 entspricht einer Wertschöpfung von 1,5 Millionen Euro." Zitat: Bürgermeister Hermann Ach
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Moosbach
11.03.2018
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Es gibt zu wenig Betten für zu viele Gäste. Auf diese einfache Formel lässt sich die Bilanz von Bürgermeister Hermann Ach bei der Vermieterversammlung bringen. Außerdem berichtet er von Wünschen der Urlauber.

Allerdings bezog der Rathauschef die Bettenbilanz primär auf den Ansturm durch das Heimatfest. Den Empfang der Urlaubsgäste im Schloss Burgtreswitz bezeichnete Ach als etwas ganz Besonderes, das gut ankam. Er sprach von 39 Gästeehrungen im vergangenen Jahr. Die Touristen regten dabei den Ausbau eines freien Wlan-Angebotes an. Die Qualität und Quantität in den Gasthäusern sei zufriedenstellend. Für Vegetarier und Veganer sollte wenigstens ein Gericht auf der Speisekarte stehen.

Schwerbehinderte sind erst ab einem Behinderungsgrad von 100 Prozent vom Kurbeitrag befreit. Bei Gästeehrungen werde das immer wieder als nicht ausreichend angesprochen. Auch die Begleitperson sollte die Taxe nicht zahlen müssen. Gäste bemängeln außerdem die weniger werdenden Einkaufsmöglichkeiten.

Das Gastgeberverzeichnis wurde auf zahlreichen Messen und Werbeveranstaltungen in Fußgängerzonen verteilt, berichtete Claudia Rieß von der Gästeinformation. Sie sprach vom Facebook-Auftritt sowie Inseraten im Gruppenreisekatalog, im Internetportal und im Wanderkompass. Als erfreulich bezeichnete es Ach, dass sich der positive Trend mit einem leichten Anstieg der Übernachtungszahlen auf 23 069 bestätigt habe. Dies entspreche einer Wertschöpfung von 1,5 Millionen Euro.

Die neue Tourismusreferentin des Landkreises, Christina Kircher, war zum ersten Mal bei einer Vermieterversammlung in Moosbach. Sie freute sich, dass erstmals bei den gewerblichen Übernachtungen im Landkreis die Millionenmarke übertroffen wurde. Dies bedeute eine Wertschöpfung von 93 Millionen Euro für die Region. Derzeit werden Konzepte für das 450 Kilometer lange Radwegenetz erarbeitet. Dabei gehe es um Zoigl, Karpfen, Vulkane, Wald, Kultur, Genuss, Wasserwelten, Kraftorte und Energie. Workshops sollen das Projekt begleiten. Auch verschiedene Maßnahmen am Goldsteig und seinen Zuwegen seien geplant. Die Umsetzung des Projektes mit Kosten von 70 000 Euro soll 2019 erfolgen.

Kircher bat die Gastgeber, die Möglichkeit zur Online-Buchung mehr zu nutzen. "Nur 6 von 32 Betrieben sind derzeit elektronisch buchbar." Für Auskünfte stehe das Team der Bayern Reisen & Service GmbH den Vermietern zur Verfügung. Kircher sprach auch die Notwendigkeit der Klassifizierung der Quartiere an. Derzeit seien in Moosbach lediglich neun Ferienwohnungen in fünf Betrieben eingestuft. Einige Vermieter bemängelten, dass eine Spülmaschine als Mindestkriterium für vier Sterne erforderlich sei. Bei der Bewertung werde nicht einheitlich vorgegangen, hieß es. In einigen Regionen Deutschlands würden die Kriterien weniger eng ausgelegt.

Kircher hielt Schulungen für Quartiergeber als unerlässlich. Sie bot Kurse zu den Themen "Fit sein am Telefon", "Online-Buchung des Tourismusverbandes Ostbayern", "professionelle Gästekommunikation", "Internet Marketing - leicht und kostengünstig", "Home Staging" und "Mehr Erfolg mit psychologischen Gesprächsführungstechniken" an.

Für den Herbst plane der Landkreis die Herausgabe eines Museums- und Gartentourismusflyers. Unter anderem der Kurpark und der neue Kräutergarten sollen darin vorgestellt werden. Außerdem sollen eine neue Radkarte und eine Kinderfreizeitkarte für den Landkreis erscheinen. Kircher versprach zu klären, ob und in welcher Höhe Vorauszahlungen von Urlaubsgästen verlangt werden dürfen. Immer wieder komme es vor, dass Gäste nicht anreisen oder kurzfristig stornieren. Außerdem soll sie klären, wie die Vermieter das Internetportal "Bayernnetz für Radler" nutzen können. Bürgermeister Ach stellte die Pläne für die Radweganbindung Moosbachs an den Bocklradweg und in Richtung Saubersrieth bis Oberviechtach vor.

Beim 40. und 50. Aufenthalt sollen Gäste Gutscheine erhalten. Die können künftig auch bei den Vermietern eingelöst werden.

Wegen Unstimmigkeiten bei den Übernachtungszahlen zwischen dem Statistischen Landesamt und der Gäste-Information bat Rieß Betriebe mit mindestens 10 Betten, die tatsächlichen Übernachtungszahlen und keine geschätzten zu melden, da diese die Grundlage für die Berechnung des Mitgliedsbeitrag im Tourismusverband Oberpfalz seien.

Als Ziele für 2018 nannten Ach und Rieß den Ersatz der Lichtertafel durch ein modernes Infoterminal im Foyer des Rathauses und den Umbau des Kurparks. Neu sind Wanderungen mit Alpakas in Gaisheim.

Tourismusreferentin Kircher übernahm das Amt der Glücksfee für den Gästepreis 2017. Gewinner ist das Ehepaar Helmut und Hildegund Neumaier aus Lindau.

Der Anstieg der Übernachtungszahlen auf 23 069 entspricht einer Wertschöpfung von 1,5 Millionen Euro.Bürgermeister Hermann Ach
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