13.10.2017 - 20:00 Uhr
MoosbachOberpfalz

Marktrat Moosbach Das Kreuz mit der Kreuzung

Die Kreuzung an der Ortseinfahrt nach Gröbenstädt-Siedlung und die Abzweigung nach Lohma bereitet der Gemeinde Moosbach Kopfzerbrechen. Bürgermeister Hermann Ach möchte eine Änderung der Vorfahrtsregelung.

Unbefriedigende Zustände herrschen an der Kreuzung bei Gröbenstädt-Siedlung. Der Verkehr der dortigen Ortsstraße hat immer noch Vorfahrt gegenüber der Staatsstraße nach Lohma. Sie ist immerhin ein Zubringer zur Autobahn. Aus Moosbach kommend werden Verkehrsteilnehmer dadurch zum schnellen Einfahren nach Gröbenstädt-Siedlung verleitet. Bild: gi
von Peter GarreissProfil

Er erklärte in der Marktratssitzung, dass er einen Antrag gestellt habe, dass die Strecke nach Lohma (Staatsstraße) eine Vorfahrtsstraße wird. Immerhin handle es sich um einen Zubringer zur Autobahn. Das Staatliche Bauamt lehnte dies aber ab. Erst wenn die Kreuzung vorschriftsmäßig ausgebaut sei, könne dies geschehen. Der Rathauschef wird nun versuchen, seinen Wunsch nach Änderung der Vorfahrt durch einen Ortstermin mit Mandatsträgern zu erreichen.

Ach informierte weiter über das laufende Vorprüfungsverfahren zur Aufstellung von Windrädern auf dem Bromberg. Alles sei noch offen, und zu gegebener Zeit werde es eine Info-Veranstaltung geben, gab er zunächst einmal Entwarnung.

Altlasten auf Grundstück

Der Erdaushub beim Bau der Gemeindeverbindungsstraße von Niederland nach Etzgersrieth sollte auf zwei Privatgrundstücken an der Kreisstraße von Moosbach nach Böhmischbruck zwischengelagert werden. Dafür hat der Markt vor einiger Zeit einen Bauantrag gestellt. Nun stellte sich heraus, dass eines der beiden Grundstücke Altlasten aufweist.

Die Kommune will kein Risiko eingehen und verzichtet auf die Nutzung dieses vorbelasteten Areals. Die Gemeinderäte stimmten der Änderung des Bauantrags zu. Für das neue Baugebiet "Steinling III" waren die Gemeinderäte auf der Suche nach Straßennamen. Die Erschließung der ersten 18 von 80 Bauplätzen steht vor dem Abschluss. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister drängte auf eine rasche Entscheidung, denn die Bauparzellen müssen schnellstens vermessen werden, und dazu benötigte das Vermessungsamt die Straßennamen.

Die Vermessung sei Voraussetzung für den Verkauf der Baugrundstücke und die Bewerber drängen auf die notarielle Beurkundung. Josef Rauch schlug den Straßennamen "Pfarrer-Josef-Losch-Straße" vor. Bei Losch handle es sich um einen Nazi-Gegner, der dafür kurz vor Kriegsende mit seinem Leben büßen musste. Fritz Steinhilber wollte diesen Namen für Etzgersrieth reserviert haben, denn Losch war dort Geistlicher. Nach einer kurzen Diskussion wurde der Punkt zurückgestellt. Die Verwaltung soll zunächst noch den Ortsheimatpfleger einschalten.

Für die Waldrechtler in Isgier gaben die Gemeinderäte eine weitere Auszahlung für 2017 in Höhe von 10 000 Euro frei. Jeder der zehn Rechtler erhält damit 1000 Euro. 43 018 Euro behält sich die Gemeinde für weitere Zahlungen in den folgenden Jahren zurück. Bürgermeister Ach gab bekannt, dass die Nachfeier für das Heimatfest am 25. November stattfinden wird. Die Abschlusssitzung des Festausschusses ist am 7. November im Bräustüberl Scheuerer.

Schlechter Straßenzustand

Armin Bulenda sprach den schlechten Zustand der Straße von Saubersrieth nach Ragenwies an und bat den Bürgermeister nochmals um Vorsprache beim Staatlichen Bauamt. Josef Zangl hielt die fast parallel verlaufende Trassen von Tröbes nach Ragenwies und Eslarn für wichtiger. Auf Anfrage von Rauch erklärte Ach, dass die Förderanträge für den Generationenpark bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht wurden.

Karl Liebl wollte wissen, wann es mit dem Kinderspielplatz am Nelkenweg weitergeht. Der Bürgermeister erklärte, dass bereits ein vierter Plan erstellt wurde. Hans Meier fragte nach, ob die Sorgen einiger Saubersriether wegen eines Parkverbots bei der Milchsammelstelle berechtigt seien. Außerdem sprach er Befürchtungen der Bewohner wegen der Löschwasserversorgung im Ortsteil an. Hofmeister erklärte, dass diese nach dem Anschluss von Saubersrieth an die Wasserversorgung Moosbach theoretisch gewährleistet sei. Meier bat um Klärung, denn es scheine ein Problem zu sein.

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