04.03.2018 - 20:00 Uhr
Moosbach

SPD-Empfang für Ehrenamtliche in Moosbach "Wir brauchen Sie"

Landtagsabgeordnete Annette Karl stimmt ein Loblied auf die "Ehrenamtlichen" an. Beim Vereinsempfang ihrer Partei lobt sie das Engagement der vielen Menschen, die ihre Freizeit für andere opfern.

von Peter GarreissProfil

Der SPD-Ortsverein hatte die in den Vereinen tätigen ehrenamtlichen Kräfte in den Gasthof Brandstätter eingeladen. Vorsitzender Hans Maier begrüßte die Gäste, die 15 Vereine und Institutionen in der Gemeinde vertreten. Er freute sich auch über die Anwesenheit des zweiten Bürgermeisters Fritz Steinhilber und des dritten Bürgermeisters Konrad Lingl. "Sehr oft erledigen Sie Ihre Aufgaben unauffällig im Stillen", würdigte er die Arbeit der Ehrenamtlichen. Für die Vereine sei es sehr schwierig, Führungspersonal zu bekommen. Trotzdem sei die Situation in Moosbach mit seinen insgesamt 66 Vereinen und 2500 Einwohnern noch zufriedenstellend.

Den Zusammenhalt in den Ortschaften bezeichnete Maier als Verdienst der Vereine. Das zeigte sich beim Dorffest 2016 sowie beim Heimatfest 2017. Obwohl es keine Vereinsgemeinschaft gebe, seien viele Vereine aktiv und bestimmten das gesellschaftliche Leben. "Dafür gilt es heute, einmal ganz einfach ,Danke' zu sagen."

Abgeordnete Karl unterstrich, dass die Vereinsvertreter sehr viel für die Weiterentwicklung des Marktes Moosbach tun. Die Vereinsarbeit sorge für eine besondere Verbundenheit. Dadurch lebe es sich hier gut. Das sei das Verdienst der Vereine.

Die Neustädterin erinnerte an das Zitat des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog: "Gemeinsinn, freiwilliges Engagement für andere, für die Allgemeinheit, das ist so etwas wie der Gradmesser für die moralische Temperatur unserer Gesellschaft." Deshalb sei es in Moosbach ganz besonders warm, meinte Karl.

Die Vereine kümmerten sich um Kinder und Kranke, engagierten sich in der Nachbarschaft, machten sich stark für Sport und Kultur, setzten sich für Kirchen, Gewerkschaften und im Gemeinderat ein. "Sie sind alle bereit, viel von Ihrer Zeit und Energie aufzuwenden", würdigte die Parlamentarierin. In dem Zusammenhang erwähnte sie insbesondere die Arbeit der zehn Feuerwehren. "Sie mosern nicht, sondern packen an, sie gestalten das schöne Moosbach mit und machen es lebens- und liebenswert sowie fit für die Zukunft." Karl meinte, dass die Gesellschaft heute das Ehrenamt mehr denn je brauche. Vor allem im sozialen Bereich steige der Bedarf an Unterstützung. Ehrenamtliches Wirken setze viele positive Signale und gebe Hoffnung.

"Dieser Empfang soll Ihnen zeigen, wie sehr wir Ihr Handeln schätzen", rief Karl den Vereinsvertretern zu. "Ihr tragt die Mitmenschlichkeit und den Gemeinsinn in der Region nach außen." Leider sei es heute fast schon ein Sport geworden, andere auszunützen. Für Barmherzigkeit und Solidarität scheine kein Platz mehr zu sein. "Viele Menschen wie Sie belegen aber mit Taten, dass es zum menschlichen Leben gehört, selbstlos zu handeln und sich für gute Zwecke einzusetzen." Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Ehrenamt dürfe nicht Lückenbüßer für abgebautes Hauptamt werden. Ehrenamt sollte sich auch langfristig auf die Rente auswirken.

Ehrenamt spare dem Staat viel Geld. Ehrenamtskarten und Rabatte bei Eintritten seien zu wenig. Karl zeigte sich froh, dass die Staatsregierung eine Zukunftsstiftung "Ehrenamt" auf den Weg gebracht habe. Die SPD-Landtagsfraktion habe dies bereits 2015 gefordert. "Wir sagen Ihnen heute ,Danke' aus ganzem Herzen. Bleiben Sie dabei, wir brauchen Sie", appellierte Karl eindringlich an die Ehrenamtlichen.

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