16.10.2017 - 15:54 Uhr
MoosbachOberpfalz

Übersetzungsfest zur Wieskirche Heiland-Statue wirkt Wunder

Die Wallfahrt zur Wieskirche bei Moosbach hat eine jahrhundertealte Tradition. Daran erinnern die Pilger beim Übersetzungsfest.

von Peter GarreissProfil

"Schönster Jesus auf der Wies", sangen die vielen Wallfahrer beim Festgottesdienst mit Pfarrer Josef Most in der Wieskirche. Zuvor waren sie vom Marktplatz mit den Moosbacher Musikanten zur Wallfahrtskirche gezogen. Fahnenabordnungen und viele Mitglieder der Feuerwehren Moosbach, Gröbenstädt und Heumaden, der Kriegervereine Burgtreswitz und Moosbach, der Schützengesellschaft Moosbach, des Frauenbunds, der Kolpingsfamilie sowie die Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte und Bürgermeister Hermann Ach waren dabei.

In der Wallfahrtskirche hieß Most die vielen Gläubigen, besonders die Wallfahrer aus Trausnitz, willkommen. Er wies darauf hin, dass am 15. Oktober 1752, also vor 265 Jahren, die Gnadenstatue des gegeißelten Heilands von der alten Feldkapelle über dem Tabernakel der neu erbauten und herrlichen Wieskirche übergesetzt wurde. Die Moosbacher Bürgerstochter Elisabeth Hiltner hatte die 35 Zentimeter hohe Gnadensstatue 1746 von einer Wallfahrt zur Wies bei Steingaden nach Moosbach mitgebracht und in einer Feldscheune untergestellt. Anschließend ereigneten sich wundersame Dinge, und Pilger kamen von weither nach Moosbach. Gelähmte konnten plötzlich wieder gehen, Blinde wieder sehen, Gliederschmerzen verschwanden und viele konnten geheilt wieder den Heimweg antreten.

Auf 116 Votivtafeln brachten die Wallfahrer ihren Dank für die Hilfe zum Ausdruck. In seiner Festpredigt sprach der Geistliche auch die vielen Nöte und Freuden an, die die Gläubigen seitdem in die Wieskirche zum gegeißelten Heiland tragen. Damals im 18. Jahrhundert habe die Wallfahrtsbewegung ganz Europa erfasst. Die Votivbilder erinnern an die damalige Not und das Elend der Leute.

Pfarrer Most freute sich über den guten Besuch in der Wieskirche, denn die Messe sei "eine wichtige Einladung von Gott an uns". Statistisch gesehen besuchen aber nur zehn Prozent der Gläubigen den Sonntagsgottesdienst. Hans Karl an der Kirchenorgel und die Blasmusik umrahmten den Festgottesdienst. Für die Lesung und Fürbitten sorgte Pfarrgemeinderatssprecherin Elisabeth Völkl. Anschließend ging es mit der Blasmusik zurück zum Pfarrheim, wo die Feier ausklang.

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