01.03.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Bienenzüchter treffen sich zur Jahreshauptversammlung Imker mit Mitgliederzuwachs

Der Kurs für Einsteiger, den der Imkerverein anbot, zeigt Früchte. Denn die Mitgliederzahlen steigen gerade bei den jüngeren Menschen.

Zwei neue Ehrenmitglieder hat der Imkerverein mit Manfred Renz (Zweiter von links) und Anton Eimer (Dritter von links). Ihnen gratulierten die dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl und Vorsitzender Hermann Erl. Bild: ral
von Richard AltmannProfil

Im "Schwarzen Adler" trafen sich die Mitglieder des Vereins zu ihrer Jahreshauptversammlung. Hauptpunkt war neben dem Rückblick auf das abgelaufene Jahr der Vortrag von Barbara Bartsch, Fachberaterin für Bienenzucht in Oberfranken, zum Thema "Völkerführung im Jahreslauf".

Sie sollte den Imkern aufzeigen, wie die Bienenvölker optimal geführt werden, so dass die Art der Bienen gesund erhalten bleibt und der optimale Honigertrag geerntet werden kann. Eine Betriebsweise, die den Bienen gut tut, ist es laut Bartsch: wenig an den Völkern arbeiten, die Brutnester ungestört lassen, zwei Hauptmaßnahmen im Frühjahr und Sommer ansonsten nur erweitern und einengen. Nur helles Wachs soll man verwenden für die Honigräume. Ein großes Augenmerk soll auf die Bildung von Jungvölkern gelegt werden. Notwendige Bauerneuerungen sind ohne Abstriche durchzuführen.

Ein wichtiger Aspekt in unserer Zeit sei die Gesunderhaltung der Bienenvölker. Das Maß ist die Entwicklung der Bienenvölker und ein niedriger Prozentsatz an Verlusten. In der Natur werden Bienenvölker, die schwach sind und zu wenig Individuen besitzen, von den anderen Bienenvölkern in Umgebung ausgeräubert, oder überleben den Winter nicht. Bei der Völkerführung muss man sich danach richten, was die Bienenvölker unterstützt. Was sie hemmt, muss weggelassen werden. Die Voraussetzung dafür ist das Wissen um die Bedürfnisse der Honigbienenvölker.

Um Tiere kümmern

Barbara Bartsch ging dann darauf ein, was in den vier Jahreszeiten für die Bienen getan werden muss. Sie beschrieb auch auf die Schwarmkontrolle. Bartsch erläuterte den Zuhörern auch, was zur Schädlingsbekämpfung getan werden muss. Ein vorbeugender Einsatz von Medikamenten komme bei der Imkerei nicht in Betracht. Mit offenen Augen und Ohren solle jeder durch die Natur gehen, um dort die Veränderungen wahr zu nehmen. Jeder Imker müsse bereit sein, sich selbstverantwortlich um die Tiere zu kümmern, die er sein Eigen nennt.

Anschließend folgte der Bericht des Vorsitzenden, Hermann Erl. Er blickte auf das abgelaufene Vereinsjahr zurück. So wurde die Landesversammlung in Nürnberg und die Bezirksversammlung in Amberg besucht. Der Verein hat zurzeit 50 Mitglieder; im letzten Jahr traten sechs Neue bei, von einem mussten sich die Imker für immer verabschieden. In neun Monatsversammlungen wurden viele Themen in der Imkerei besprochen. An der Lehrfahrt des Kreisverbandes beteiligten sich die Nabburger auch. Einen großen Zuspruch fand die Aktion "Generation 21 - Imkern mit Zukunft". Hier wurde interessierten Bürgern die Imkerei nähergebracht. Beim Mittelalterlichen Markt und am neu gestalteten Weihnachtsmarkt waren die Imker mit einem Stand dabei.

Heidi Eckl, dritte Bürgermeisterin, zeigte sich erfreut über die Aktion "Generation 21". Die Stadt habe das Grundstück für den Lehrbienenstand gerne zur Verfügung gestellt, und es eigne sich auch hervorragend für diese Zwecke. Sie konnte das aus eigener Erfahrung bestätigen, da sie auch an der Ausbildung teilgenommen hat.

Anton Eimer (Kassier) und Manfred Renz (Schriftführer) wurden schließlich zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beide sind schon über 30 Jahre in der Vorstandschaft des Imkervereins tätig. Die Urkunden übergab ihnen Heidi Eckl.

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