28.02.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Das Individuum im Mittelpunkt

Häusliche Pflege in christlichem Umfeld bietet der Krankenpflegeverein bereits seit 1945. Die Einrichtung, der Heiligen Elisabeth von Thüringen gewidmet, will gegen den Zeitgeist nicht die Stoppuhr und die wirtschaftlichen Aspekte der Pflege, sondern den pflegebedürftigen Menschen und sein Umfeld in den Mittelpunkt rücken.

von Sepp FerstlProfil

(bph Durch die Hilfe des Elisabethenvereins soll alten, kranken und hilfebedürftigen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, im gewohnten familiären und sozialen Umfeld nach ihren Vorstellungen und ihren individuellen Bedürfnissen zu leben. "Ziel ist es, die Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten", erklärte Vorsitzender Friedrich Namyslo in der Jahreshauptversammlung. Er verwies auf die enge Vernetzung zwischen Pfarrei, Pflegeverein und Caritas-Sozialstation. Dies helfe, die professionelle Dienstleistung im Pflegebereich mit der Seelsorge an den Kranken und ihren Angehörigen zu ergänzen.

Damit das alles gewährleistet werden könne, bedürfe es diverser organisatorischer Überlegungen. Die jährlichen Mitgliedsbeiträge fließen zu einem Großteil in die Unterstützung pflegerischer Leistungen für die Mitglieder, die von der Caritas-Sozialstation betreut werden.

"Grundsätzlich wird die Fürsorge und Unterstützung eines Menschen als Betreuung bezeichnet und umfasst üblicherweise verschiedene Maßnahmen", erklärte Werner Chwatal, der zu den Themen "Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung" referierte. Erwachsene hätten in der Regel keinen solchen Betreuungsbedarf und stehen auf eigenen Füßen, so dass sie ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können.

Im Gegensatz dazu bedürfen Kinder und Jugendliche einer regelmäßigen Unterstützung, Beaufsichtigung und Erziehung. Ein Antrag auf Betreuung könne unter gewissen Umständen aber durchaus auch bei einer volljährigen Person erforderlich sein. Ein Erwachsener, der aufgrund einer Behinderung oder psychischen Störung nicht oder nur teilweise dazu in der Lage ist, seine Angelegenheiten adäquat zu regeln, bedürfe einer Unterstützung, Betreuung oder Pflege. "In vielen Fällen", so der Referent weiter, "greifen die Leute im Rahmen ihrer persönlichen Vorsorge auf eine Vorsorgevollmacht zurück".

Mit einem solchen Dokument bevollmächtige man eine andere Person zu bestimmten Handlungen, wobei die Vollmacht nur Anwendung finde, wenn der Vollmachtgeber aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage sei, die betreffende Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. Eine Betreuungsvollmacht sei im Gegensatz dazu auf keine speziellen Handlungen beschränkt, sondern beziehe sich auf den kompletten Umfang einer rechtlichen Betreuung. Jeder Mensch könne eines Tages erkranken oder einen Unfall haben und im Zuge dessen in seiner Geschäftsfähigkeit eingeschränkt werden, so dass er seine Angelegenheiten nicht mehr allein regeln könne.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.