25.09.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Ein Jahrhundert "Frauenpower"

Vereint in Glaube, Tradition und Erfahrung aber auch im Vergnügen: Mutig, modern und tatkräftig - das sind Eigenschaften, die den Frauenbund auch heute, 100 Jahre nach seiner Gründung, auszeichnen. Am Sonntag feierte die rund 400 Personen zählende Gemeinschaft den Höhepunkt ihres Jubiläumsjahres.

Pater Jakob Seitz hielt in der Kirche die Festpredigt. Bilder: bph (2)
von Sepp FerstlProfil

Das Jubiläumsfest "100 Jahre Frauenbund" startete unter den Klängen der Jugendblaskapelle mit dem Kirchenzug ab der Mittelschule. Mit dabei waren auch die Zweigvereine des Bezirks Nabburg (Altendorf, Oberköblitz, Schmidgaden-Trisching, Schwarzach-Altfalter, Stulln, Trausnitz, Wernberg, Wölsendorf) sowie die katholischen Vereine der Pfarrei St. Johannes (Kolpingfamilie, Landjugend, Landvolk und Männerverein). Den Festgottesdienst zelebrierten Stadtpfarrer Hannes Lorenz, Diözesanbeirat Pater Jakob Seitz und Kaplan Berno Läßer. Den musikalischen Part übernahm die Gruppe "Effata".

"Was wäre wir ohne das vorbildliche Engagement der Frauen in allen Bereichen?", fragte Pfarrer Hannes Lorenz, als er von einem Jahrhundert "Frauenpower" sprach. Ohne den Frauenbund wäre die Pfarrei spürbar ärmer. Wenn es darum gehe, sich zu engagieren, seien die Frauen in besonderer Weise zur Stelle. Darum habe der Frauenbund in Nabburg einen wichtigen und herausragenden Platz.

In Freud' und Leid

"Danke für 100 Jahre geteilter Liebe": Pater Jakob Seitz sah in seiner Festpredigt viele Frauen, die anderen Frauen Raum geschaffen haben und dies bis heute tun. "Ich danke Ihnen dafür, dass Sie in Ihrem Zweigverein Freude und Leid miteinander teilen, Gemeinschaft stiften, den Blick füreinander bewahrt haben und bewahren". Dies geschehe ganz oft still und im Verborgenen.

Eingehend auf das Evangelium erwähnte der Prediger Maria Magdalena als eine Frau, die ins Grab blickt. "Sie hat den Mut, die Situation so zu sehen, wie sie ist. Sie flüchtet nicht, sie schleicht sich nicht davon, begibt sich nicht ins Selbstmitleid." Sie ermutige nach Lösungen zu suchen, nicht stehen zu bleiben, sondern weiter zu gehen. Der Pater dankte den zahlreichen Frauen der vergangenen 100 Jahre bis heute, "die Schwierigkeiten mutig entgegen traten und die Hoffnung, dass es weitergehen kann, nie aufgegeben zu haben." Letztlich dürfe Maria Magdalena, die Oster-Zeugin, für alle ein Vorbild sein.

Vor dem Schlusssegen ließ Vorsitzende Christa Schlagenhaufer die 100 Jahre des Jubelvereins Revue passieren und dankte für die gemeinsame Zeit. Bürgermeister Armin Schärtl gratulierte und hob das segensreiche Wirken des Frauenbundes in Kirche und Politik hervor. Glückwünsche, Lob und Dankesworte kamen auch von der Bezirksvorsitzenden Rita Kleierl.

Party nach der Kirche

Im Spitalhof schloss sich die große Party an. Für Essen und Trinken war bestens vorgesorgt. Um die Mittagszeit standen Sau am Spieß, Rinderbraten und Gegrilltes zur Auswahl. Kaffee und leckere Kuchen, Wein und eine Cocktailbar ergänzten das Angebot. Im Ausschank sorgte der Männerverein für reichlich Flüssiges bei sonnigem Herbstwetter. Musikalisch begleitete die Jugendblaskapelle den Festbetrieb. Und die beiden Kindergärten sowie die Eltern-Kind-Gruppen boten ein buntes Kinderprogramm.

Highlight der weltlichen Feier war nachmittags eine überaus gelungene Modenschau (Bericht folgt). Mit fetzigen Melodien unterhielt die Gruppe "Out of Pocket" zum Ausklang.

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