Einsatz für den Artenschutz

Für ihre langjährige Treue und ihre Verdienste für den Oberpfälzer Waldverein wurden zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet. Bild: bph
Freizeit
Nabburg
30.12.2016
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"Was wäre der Waldverein ohne engagierte Frauen und Männer, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen?", fragte Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann. Die Ehrung treuer und verdienter Mitglieder stand beim Oberpfälzer Waldverein im Vordergrund.

Alljährlich erweist sich die gesellige Zusammenkunft des Vereins in der Weihnachtszeit als "Magnetveranstaltung." Für Vorsitzenden Bernhard Wiezorek und Stellvertreter Jürgen Gehrmann war dies auch Anlass, sich für den zahlreichen Besuch im Wirtshaus "Zum Wiesenbacher" zu bedanken. "Das zeigt uns, wie ernst es die Vereinsmitglieder mit dem Waldverein und seinen Zielen meinen", freute sich Wiezorek.

In seiner kurzen Rückschau auf erlebnisreiche Stunden bei über 20 Veranstaltungen erinnerte der Vorsitzende an informative Vorträge, Sitzweilen in der vereinseigenen Hütte auf dem Nabburger "Hausberg", dem Kulm und etliche Wanderungen durch die Oberpfälzer Heimat.

Wanderfahrt an vier Tagen

Als einen Höhepunkt stellte er die Wanderfahrt in den Harz heraus. Quartier bezogen die Teilnehmer in diesen vier Tagen in Halberstadt, in der einst der Heilige Bischof Burchard - ein gebürtiger Nabburger - wirkte. Als herausragend hob der Sprecher die Fahrt mit der Schmalspurbahn auf den Brocken hervor. Weitere Besuchspunkte waren Wernigerode, Quedlinburg und der Kyffhäuser bei Nordhausen. Der Dank des Vorsitzenden galt Jürgen Gehrmann mit seiner Frau Christa für die hervorragende Organisation.

Dass sich der Waldverein auch für den Artenschutz einsetzt, lässt sich aus der alljährlichen Kontrolle der Nistkästen in den fünf Waldgebieten rund um die Stadt Nabburg ableiten. Diese Sichtung der 159 Behausungen erfolgte im Oktober durch Siegfried Grasser und den Vorsitzenden. Dabei trafen die beiden 112 Meisen und 9 Kleiber an. Fünf Kästen hatten Wespen und einen weiteren Hornissen in Beschlag genommen. "Von den 121 Vogelbruten, die im Schnitt 7 Junge hatten, sind etwa 847 Jungvögel abgeflogen". Laut Bernhard Wiezorek wurden neun "Häuschen" von Fledermäusen als Schlafplätze und zur Aufzucht ihrer Jungen benutzt. Außerdem wurden ausschließlich 30 Wasserfeldmäuse in den Kästen angetroffen.

"Eine unverzichtbare Gemeinschaft": So charakterisiere Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Koppmann anschließend den Verein. Hier werde nicht nur eingetreten, die Mitglieder seien auch aktiv dabei. Im Namen der Stadt dankte er für die geleistete ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Gesellschaft. "Vor soviel Einsatz kann ich nur den Hut ziehen," leitete er über zur Würdigung der langjährigen Mitglieder. Sie würden es verdienen, an diesem Abend im Mittelpunkt zu stehen.

Die vereinseigene Stubenmusi sorgte mit weihnachtlichen Melodien und Gesang für den passenden Rahmen. Ernst Thomann bereicherte dazwischen mit heiteren und besinnlichen Geschichten den Abend.

Ehrungen beim WaldvereinNadeln und Urkunden für 15 Jahre erhielten Johann Demleitner, Brigitte und Rainer Funker, Barbara Holzgartner, Brigitte Laqua. 25 Jahre gehören Dr. Heinrich Gruber und Rita Prey dem Oberpfälzer Waldverein an. Auf 40 Jahre bringen es Siegfried Gerlach, Walter Knett, Inge und Norbert Wilhelm. Fünf Jahrzehnte hält Ernst Thomann dem Verein bereits die Treue. Das Ehrenmitglied ist übrigens so lange dabei, wie es den Waldverein in Nabburg gibt. (bph)
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