30.04.2018 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

OWV-Gruppe kümmert sich um Wegemarkierung – Verlässlich Zeichen setzen Orientierung für die Wanderer

Jahr für Jahr kümmern sich die Wegewarte des Waldvereins um die Markierung von Wanderwegen rund um die geschichtsträchtige Stadt. Ziel dabei ist es, Landschaftsunkundigen die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Region zu erschließen. Dabei ist es wichtig, Orientierungssicherheit zu bieten. Mit Planung und Ausbau von geeigneten Strecken alleine ist es nicht getan, auch auf die ständige Pflege der Wege kommt es an.

von Sepp FerstlProfil

"Die Auszeichnung von Wegen, muss daher dem doppelten Grundsatz der Sichtmarkierung und Sicherheitsmarkierung folgen", war bei der jüngsten Zusammenkunft des zehn Personen zählenden Kreises unter der neuen Federführung von Siegfried Grasser zu hören. Die Markierung müsse direkt ins Auge fallen, ständig präsent sein und dürfe nirgendwo Zweifel über die weitere Wegeführung lassen. Schon eine leichte Desorientierung führe zu einem Vertrauensverlust. Den Markierungen müsse der Wanderer vorbehaltlos vertrauen können. Von daher sollten sie einfach gestaltet sein. Ihrem Signalcharakter werden lichtbeständige, möglichst weit sichtbare und von natürlichen Hintergründen abgehobene Farben gerecht. Passende Kleber könnten bei vorgefertigten Schildern auf glatten, haftenden Untergründen verwendet werden.

In allen anderen Fällen empfehle sich die Verwendung von Acryl- oder Kunstharzfarben per Pinsel. Wanderzeichen sollten in Augenhöhe angebracht werden. Bei tiefer gesetzten Zeichen müsse darauf geachtet werden, dass sie in nächster Zeit nicht von Moos, Gras oder Sträuchern überwachsen werden. Falls ohne Sichteinbußen möglich, sollten die Zeichen über längere Strecken auf derselben Seite des Wegs angebracht werden. In Kurven sei jedoch grundsätzlich die Außenseite vorzuziehen.

Für die Platzierung der Wanderzeichen gelte grundsätzlich das Gebot der Sichtmarkierung, die Markierungsfläche müsse sich dem Wanderer wie ein Verkehrsschild frontal und nicht von der Seite darbieten. Der Abstand zwischen zwei Zeichen richte sich nach der Übersichtlichkeit des Geländes und sollte 200 Meter, in weglosem Gelände 50 Meter nicht überschreiten. "Der Wanderweg ist zwecks Wahlfreiheit stets in beiden Richtungen zu markieren."

"Wanderer schauen nicht fortwährend in die Landschaft, sondern vertiefen sich in Gruppen gerne ins Gespräch." Von daher empfehle es sich Abzweigungen mit Hilfe von Pfeilen hervorzuheben. Im Allgemeinen würden einfache Richtungspfeile reichen, die von weitem erkennbar unter die Markierungsschilder gesetzt seien. Kleine, aufgedruckte oder geklebte Pfeile in den Schilderecken könnten leicht übersehen werden. "Wanderzeichen sollten möglichst bei Trockenheit in der grünen Jahreszeit und bei Einsatz von Klebern zusätzlich bei höheren Temperaturen angebracht werden", so der neue Wegewart. Schließlich bat er darum, verblasste Schilder zu ersetzten oder Farbmarkierungen zu erneuern.

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