11.08.2017 - 20:58 Uhr
NabburgOberpfalz

Zweckverband plant Zukunft Moderner campen

Der Campingplatz des Freizeit- und Erholungszentrums Perschen ist in die Jahre gekommen, deutlich über 40 hat er schon auf dem Buckel. Der Zweckverband (ZV) will die Weichen Richtung Zukunft stellen und hat erste Vorstellungen entwickelt.

Dauercamper müssen für eine Sanierung vielleicht umziehen, kehren aber auf einen aufgehübschten Platz zurück. Bild: Held
von Irma Held Kontakt Profil

-Perschen. In nichtöffentlicher Sitzung befasste sich die Zweckverbandsversammlung am Donnerstagabend in der Gaststätte "Zum Wiesenbacher" mit dem Fortbestehen von Bad- und Campingplatz. Bereits im Vorfeld war durchgesickert, dass eine Schließung oder ein Verkauf des Campingplatzes vom Tisch sind. Er soll als einziger im Landkreis weiterhin in öffentlicher Hand bleiben,

Wie der Verbandsvorsitzende, der Nabburger Bürgermeister Armin Schärtl, am Freitag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mitteilte, hat die Versammlung zwar nichts beschlossen, aber "eine Marschrichtung vorgegeben". Dieser liegt eine Planung von Professor Dr. Heinrich Lang, Fachmann für Camping- und Ferienparks, aus Tübingen zugrunde. Vorgesehen ist, neben dem bestehenden Eingangsgebäude, das saniert werden müsste, ein neue Rezeption zu bauen.

Daran anschließen würde sich ein sogenannter Wohnmobilhafen (etwa elf Stellplätze). Bislang gibt es auf dem Campingplatz keine Möglichkeit für Wohnmobilisten, dort unterzukommen, weil Ver- und Entsorgungsanlagen fehlen. "Den Leuten müssen wir aber etwas bieten", sagt Schärtl, unter anderem mit Blick auf eine gut geführte Gaststätte.

Getrennte Bereiche

Weiterhin werde es getrennte Bereiche für Dauer- und Tagescamper mit 103 beziehungsweise 89 Standplätzen sowie eine Zeltwiese mit 35 Plätzen und einen Gruppenzeltplatz geben. Eventuell müsste dann, so sieht es Langs Plan vor, ein Stück Freifläche im rückwärtigen Bereich des Freibades dem Campingplatz zugeschlagen werde. Einiges kosten werde eine neue, verbesserte Infrastruktur. Für diese Generalsanierung, schloss Schärtl am Freitag nicht aus, müsste der Platz eventuell eine Zeit lang geräumt werden. Das geschehe allerdings nur in Absprache mit Dauercampern und Personal. Der Verbandsvorsitzende betonte erneut, dass nichts entschieden wurde. Die Räte seien sich aber einig, noch in dieser Legislaturperiode bis 2020 zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen. 2019 wird der ZV 50 Jahre alt. Er wurde 1969 vom Altlandkreis Nabburg und den Kommunen Nabburg, Pfreimd und Diendorf gegründet. Erste Schritte seien jetzt, die Kosten für den Umbau zu ermitteln sowie in Erfahrung zu bringen, was notwendig sei, um Aufnahme in einen klassifizierten Campingführer zu finden.

Bad muss warten

Zurückgestellt wurden Planungen zum Bad, bestätigte Schärtl auf Nachfrage. Das Hallenbad des Landkreises auf dem Schulberg ist ebenfalls sanierungsbedürftig. Ein Denkmodell ist, das Freibad Perschen zu einem Ganzjahresbad weiterzuentwickeln. Darüber sei aber nicht diskutiert worden. Zunächst soll abgeklärt werden, ob eine Sanierung des bestehenden Hallenbades oder ein Neubau rentabler ist.

Pächter hört auf

Eine Zäsur wird es zum 31. Dezember 2018 im Freizeit- und Erholungszentrum Perschen geben. Wirt Erich Wiesenbacher hört mit diesem Datum auf. Das Wirtshaus im Freilandmuseum Neusath-Perschen und die Nordgauhalle bewirtschaftet er weiterhin. "Er war über 15 Jahre ein zuverlässiger Pächter", sagte Bürgermeister Armin Schärtl in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender und bestätigte diese Nachricht. "Wir haben nun genug Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu suchen. Wir müssen nichts überstürzen." Erst im vergangenen Jahr hatte der Zweckverband viel Geld in die Hand genommen und die Küche der Gaststätte modernisiert. (ihl)

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