13.08.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Zweckverband verabschiedet Haushalt Bad macht heuer Spaß

Rund 84 000 besuchten heuer schon das Freibad. Noch ein paar gute Badetage und Verbandsvorsitzender Armin Schärtl ist zuversichtlich, die Hunderttausender-Marke nach langem wieder einmal zu knacken.

Die Besucherzahlen im Freibad liegen bereits jetzt deutlich höher als in der gesamten Saison 2016. Archiv-Bild: Götz
von Irma Held Kontakt Profil

-Perschen. Die Besucherzahlen der Vorjahre (66 064 im Jahr 2016 und 80 390 im Jahr 2015) sind bereits Makulatur. Schärtl zufolge ist der deutliche Rückgang im vorigen Jahr dem eher durchwachsenen Sommer geschuldet. Die Besucherentwicklung und der Saisonbericht 2016 waren aber nicht der einzige Grund, warum sich der Zweckverband Freizeit- und Erholungszentrum Perschen in der dortigen Gaststätte zur Sitzung traf. Im Zentrum stand die Verabschiedung des Haushalts 2017.

Schuldenabbau

Dieser hat eine Gesamtvolumen von 1 375 700 Euro (Vorjahr 1 319 200) und steigt um 56 500 Euro (4,3 Prozent). Der Verwaltungshaushalt schließt mit 1 230 600 Euro (Vorjahr 979 000) und einem Plus von 251 600 Euro. Ein Grund für die Erhöhung liegt nach den Worten von Kämmerer Fritz Lobinger in einer Umstellung der Vermögensbuchführung, einem neuen Anstrich für Betriebsgebäude und Gaststätte sowie höheren Energie- und Personalkosten. Zur Abdeckung der Kredittilgung werden 45 100 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt. Weniger Camping- und Minigolfgebühren werden erwartet. Der ungedeckte Betrag in Höhe von 387 400 Euro ist laut Lobinger umzulegen auf die drei Mitglieder Landkreis Schwandorf, Stadt Nabburg und Stadt Pfreimd.

Der Vermögenhaushalt schließt mit 145 100 Euro und verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 195 100 Euro (57,4 Prozent). Als Grund für den Rückgang nannte der Vorsitzende die Modernisierung der Küche. Zu den größten Investitionen heuer zählte Lobinger die Erneuerung der Abdeckfolien mit Abdeckungswagen für das Schwimmerbecken in Höhe von 41 500 Euro. Die Legionellengefahr im Campinggebäude hat der Bauhof bereits im vorigen Jahr mitbeseitigt. In Rechnung gestellt hat er sie erst heuer. Er bekommt 700 Euro dafür. Zum Jahresende 2016 hatte der ZV 651 283,77 Euro Schulden. Zum Ende dieses Jahres sollen sie auf 606 275,77 Euro sinken,

Die Versammlung billigte den Haushalt sowie das Finanz- und Investitionsprogramm einstimmig. Auch der Stellenplan fand einhellige Zustimmung. Sowohl bei der Anzahl der Stellen - drei Bademeister, sieben Teilzeitkräfte und Campingwart - als auch personell habe sich gegenüber dem Vorjahr nichts verändert, informierte der Vorsitzende, Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl. Die örtliche Prüfung der Rechnung 2015 ergab nur kleinere Beanstandungen. Das Jahr schloss mit 1 456 642,23 Euro ab. Eine Entlastung erfolgte ebenso einstimmig wie für 2106. Dieses schloss mit 1 519 317,89 Euro ab.

Dauercamper geht

In der Jahresrechnung fällt nicht nur die Beseitigung der Legionellengefahr auf, die insgesamt etwa 30 000 Euro kostete, sondern auch der deutlich gestiegene Gaspreis für die Freibadanlage. Rückläufig sind die Einnahmen bei Dauer- und Durchgangscampern. Dauercamper würden mehr abgehen als gänzlich neue hinzukämen. Erst vor drei Wochen hat Werner Feige aus Sulzbach-Rosenberg seinen Platz in Perschen nach über 40 Jahren aufgeben. Er war im Frühjahr 1973 einer der ersten Dauercamper.

Mit Bürgschaft

Bei Maßnahmen ab 50 000 Euro verlangt der Zweckverband künftig Bankbürgschaften. Verbandsrat Josef Biebl stimmte dagegen. Er hätte gern ab 20 000 Euro eine Bürgschaft verlangt. Im Bauwesen seien ab 10 000 Euro Bürgschaften üblich.

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Richard Tischler regte an, Träger von Ehrenamtskarten ermäßigten Eintritt zu gewähren. Er sei von Feuerwehrleuten darauf angesprochen worden. Das sollte auch für SAD-Pass-Inhaber gelten, ergänzte Schärtl, denn darauf sei er angesprochen worden. Bis zur nächsten Sitzung soll eine Beschlussvorlage vorbereitet werden.

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